Hochverratsprozess gegen ukrainischen Ex-Staatschef: Poroschenko in eigene Verantwortung entlassen

© SNA / Stringer / Zur BilddatenbankUkrainischer Ex-Präsident Petro Poroschenko (Archiv)
Ukrainischer Ex-Präsident Petro Poroschenko (Archiv) - SNA, 1920, 19.01.2022
Das Petscherski-Bezirksgericht von Kiew hat am Mittwoch den wegen Hochverrats beschuldigten Ex-Präsidenten der Ukraine, Pjotr Poroschenko, in eigene Verantwortung entlassen.
Das Bezirksgericht hatte am Montag mit der Prüfung des Antrags der Staatsanwaltschaft begonnen, der Poroschenkos Festnahme mit der Möglichkeit der Entlassung gegen Kaution von rund 35,7 Millionen Dollar beinhaltete.
Am Montag entschied das Gericht, den Antrag der Staatsanwaltschaft abzuweisen und gegen Poroschenko eine Unterbindungsmaßnahme in Form der eigenen Verantwortung anzuwenden.
Der Richter verpflichtete den Angeklagten, seinen Reisepass abzugeben und sich auf erstes Anfordern beim Ermittler bzw. vor Gericht einzufinden.
Poroschenko wird des Hochverrats und der Mittäterschaft am Terrorismus im Zusammenhang mit Kohlelieferungen aus der Donbass-Region verdächtigt. Ihm drohen bis zu 15 Jahre Haft.
Ukrainischer Ex-Präsident Pjotr Poroschenko (Archivbild) - SNA, 1920, 17.01.2022
Ex-Präsident Poroschenko steht auf ukrainischer Fahndungsliste
Poroschenko war am Montag, aus Warschau kommend, in der Ukraine eingetroffen. Wie er zuvor sagte, seien gegen ihn 130 Strafverfahren eingeleitet worden. Rund 40 davon seien bereits beendet.
Der Ex-Päsident tritt als Verdächtiger im Fall der Ernennung von Sergej Semotschko zum stellvertretenden Chef des Außenaufklärungsdienstes der Ukraine auf und ist in weitere Verfahren verwickelt.
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