Inmitten steigender Spannungen mit Russland: Kanada entsendet Spezialeinheiten-Vertreter in Ukraine

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Kanadische Flagge (Symbolbild) - SNA, 1920, 18.01.2022
Angesichts der zunehmenden Spannungen zwischen dem Nato-Militärbündnis und Russland hat Kanada mehrere Vertreter seiner Spezialeinheiten in die Ukraine entsandt. Das teilte das kanadische Fernsehnetzwerk „Global News“ mit.
Laut einer Quelle begründete Kanada seine Aktion damit, dass die Präsenz der Spezialkräfte in der Ukraine ein Versuch der Nato-Verbündeten sei, „die russische Aggression in der Ukraine abzuschrecken und Möglichkeiten zur Unterstützung der ukrainischen Regierung zu finden“.
Die Einheit sei auch damit beauftragt worden, bei der Entwicklung von Evakuierungsplänen für das kanadische diplomatische Personal im Falle einer groß angelegten Invasion zu helfen, hieß es.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron  - SNA, 1920, 16.01.2022
Macron begrüßt Bemühungen um Dialog zwischen Russland und USA
Kanadas Außenministerin Melanie Joly reiste am Sonntag zu einem einwöchigen Besuch und zu bilateralen Treffen nach Kiew ab, um Kanadas Unterstützung für die ukrainische Souveränität zu bekräftigen. Ihr zufolge gefährden russische Truppen und die Ausrüstung in und um die Ukraine die Sicherheit in der gesamten Region.

„Diese aggressiven Aktionen müssen abgewehrt werden. Kanada wird mit seinen internationalen Partnern zusammenarbeiten, um die auf Regeln basierte internationale Ordnung aufrechtzuerhalten und die Menschenrechte und die Würde der Ukraine zu wahren“, so die Ministerin.

Westliche Länder unterstützen die Ukraine weiterhin militärisch. Geliefert werden unter anderem Waffen, die im Donbass zum Einsatz kommen.
Russland und die USA hatten am 9. und 10. Januar in Genf Konsultationen zu Moskaus Sicherheitsvorschlägen abgehalten. Am 12. Januar fand in Brüssel eine Sitzung des Nato-Russland-Rates statt, gefolgt von Konsultationen auf der Wiener Plattform der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Später teilte der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow in einem Interview mit dem Fernsehsender RTVI mit, dass die USA und ihre Verbündeten alle Schlüsselpunkte von Russlands Sicherheitsvorschlägen abgelehnt hätten.
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