Impfverweigerer in der Bundeswehr: MAD ermittelt gegen 60 Soldaten

© AP Photo / Thomas KienzleElitesoldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK) (Archiv)
Elitesoldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK) (Archiv) - SNA, 1920, 18.01.2022
Der Militär-Geheimdienst MAD hat laut Medienberichten mehrere Disziplinarverfahren gegen 50 bis 60 Bundeswehr-Soldaten eröffnet, die sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollen. Trotz dort bereits bestehender Impfpflicht. Einige von ihnen sollen Kontakte zu „Querdenkern“ pflegen.
In der Bundeswehr bestehe bereits eine Impfpflicht gegen das Coronavirus Sars-Cov-2. Das meldete „N-TV“ am Sonntag. „Fast alle Soldaten kommen dieser auch nach. Gegen ein paar Dutzend wird nun jedoch ermittelt, da sie eine Impfung verweigern.“ Nach Angaben des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) gebe es auch Verbindungen zur „Querdenker“-Szene.

„Nach der Einführung einer allgemeinen Impfpflicht in ihren Reihen, hat die Bundeswehr einem Bericht zufolge dutzende Disziplinarverfahren gegen Soldaten eingeleitet, die sich nicht gegen Corona impfen lassen wollen.“

Laut internen Zahlen des Verteidigungsministeriums würden derzeit Verfahren gegen etwa „50 und 60 Soldaten“ laufen, die trotz der sogenannten Duldungspflicht die Impfung ablehnten.
BUndeswehrsoldaten in Abril, Irak - SNA, 1920, 13.01.2022
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Für die rund 180.000 Soldaten und Soldatinnen der Bundeswehr gelte das Ablehnen der Impfung als Befehlsverweigerung. Zunächst drohten den Verweigerern in Uniform Disziplinarstrafen, so der Bericht. Letztlich könne die Verweigerung der Impfung aber auch auf einen Ausschluss aus der Armee hinauslaufen.
Der deutsche Militär-Geheimdienst MAD ermittle derzeit gegen mehrere Soldaten, die „als radikale Impfverweigerer“ aufgefallen seien. Einige würden sogar Verbindungen zur sogenannten „Querdenker“-Szene unterhalten. MAD-Präsidentin Martina Rosenberg habe im Verteidigungsausschuss berichtet, mehrere der verdächtigten Soldaten seien bereits vorher wegen einer möglichen rechtsextremen Haltung aufgefallen.
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