Weißes Haus hält SWIFT-Ausschluss Russlands für möglich

© SNA / Alexej AgaryschewWeißes Haus in Washington (Archiv)
Weißes Haus in Washington (Archiv) - SNA, 1920, 17.01.2022
Für den Fall einer weiteren Eskalation um die Ukraine hält das Weiße Haus jegliche Maßnahmen gegen Russland für denkbar, darunter auch den Ausschluss Moskaus vom Interbanken-Zahlungsverkehr SWIFT.
„Keine Variante ist ausgeschlossen“, erklärte ein Vertreter des Rates für nationale Sicherheit der USA nach Angaben von Reportern aus dem Präsidenten-Pool. Er nahm am Montag Stellung zu Medienberichten, wonach Washington und EU-Länder Russlands SWIFT-Ausschluss von der Liste möglicher Sanktionen gestrichen hätten.
Washington und die europäischen Kollegen seien in engem Kontakt bei der Abstimmung ernster Schritte gegen Russland, für den Fall, dass Moskau künftig seine Truppen in die Ukraine einmarschieren lasse, ergänzte der Sprecher.

Präzisionsschläge gegen Banken statt SWIFT-Ausschluss

Zuvor hatte das „Handelsblatt“ unter Berufung auf nicht genannte Regierungsquellen berichtet, dass statt des SWIFT-Ausschlusses Präzisionsschritte gegen die größten Finanzeinrichtungen Russlands erwogen würden. Deutschland bestehe auf Ausnahmen, denn andernfalls könnten Probleme bei Verrechnungen für russische Energieträger entstehen.
Washington hatte mehrmals von der Vorbereitung „nie dagewesener“ Sanktionen gegen Russland gesprochen, darunter der Ausschluss des Landes vom SWIFT-System.

Westen besorgt über Truppenkonzentration an ukrainischer Grenze

Westliche Politiker äußern seit Wochen ihre Besorgnis über angebliche verstärkte „aggressive Handlungen“ Russlands an den ukrainischen Grenzen. Bereits mehrmals hatte der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, erklärt, dass Russland seine eigenen Truppen auf seinem Territorium nach Belieben verlegen dürfe. Russland hat die Vorwürfe des Westens und der Ukraine mehrmals zurückgewiesen und betont, dass Erklärungen über eine „russische Aggression“ als Vorwand für die Stationierung von mehr Nato-Technik unweit der russischen Grenzen missbraucht würden.
CDU-Politiker Friedrich Merz (Archivbild) - SNA, 1920, 16.01.2022
„Atombombe für die Kapitalmärkte“: CDU-Chef Merz warnt vor Swift-Ausschluss Russlands
Dagegen stockt die Nato Waffenlieferungen an die Ukraine massiv auf. Russlands Außenminister Sergej Lawrow zufolge könnte das die ukrainischen Behörden zu einem „militärischen Abenteuer“ anspornen, was Russland unmittelbar bedrohen würde.
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