Frau erfindet bundesweit elf Corona-Testzentren – Ermittlungen

© AP Photo / Michael SohnEine Mitarbeiterin eines Testzentrums führt einen Coronavirus-Test in der Einkaufsstraße Kurfürstendamm (Ku'damm) in Berlin, Deutschland, durch (Symbolbild)
Eine Mitarbeiterin eines Testzentrums führt einen Coronavirus-Test in der Einkaufsstraße Kurfürstendamm (Ku'damm) in Berlin, Deutschland, durch (Symbolbild)  - SNA, 1920, 17.01.2022
Eine 49-jährige Frau soll elf Corona-Testzentren bundesweit frei erfunden und fiktive Tests und Impfungen abgerechnet haben. Dadurch ist ein Schaden von 1,1 Millionen Euro entstanden. Die Frau ist kürzlich in Essen angeklagt worden und sitzt nun in Untersuchungshaft. Dies geht aus einem Bericht an den Rechtsausschuss des Landtags von Montag hervor.
Die Beschuldigte soll demnach in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg bei Kassenärztlichen Vereinigungen im Online-Verfahren die elf Teststellen angemeldet haben, „die tatsächlich nicht existiert hätten“. Der Tatzeitraum soll zwischen Juli und Oktober 2021 gelegen haben. Aufgefallen sei die Frau durch eine Geldwäscheverdachtsmeldung. Das meiste Geld (925.000 Euro) konnte durch Kontopfändungen gesichert werden, hieß es.
Laut Justizministerium wurde am 7. Januar vor dem Schöffengericht Essen gegen die Frau Anklage erhoben. Die Ermittlungen dauern an.
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