„Niemals für Bezos entscheiden“: „Depeche Mode“-Leadsänger geht lieber mit russischem Schiff ins All

CC BY 2.0 / Alberto Cabello / FlickrDave Gahan (Depeche Mode)
Dave Gahan (Depeche Mode) - SNA, 1920, 17.01.2022
Als ein möglicher Weltraumtourist will Dave Gahan, Leadsänger von „Depeche Mode“, nach eigenen Angaben nicht mit einem Raumschiff von westlichen Unternehmern wie Jeff Bezos ins All reisen. Einer russischen Maschine würde er hingegen sein Leben anvertrauen. Das gab der berühmte Musiker gegenüber russischen Journalisten am Wochenende bekannt.
„Wir werden uns niemals für (einen Raumschiff des Unternehmens Blue Origin von Jeff – Anm. d. Red.) Bezos entscheiden, nein – ich habe sein Schiff gesehen“, sagte Gahan mit Blick auf die Worte seines Managers Richie Machin. Im Gespräch mit den russischen Medien meinte Machin früher, dass sowohl er als auch Gahan „ganz sicher“ nicht mit einem Schiff vom Unternehmen Virgin Galactic, das dem britischen Milliardär Richard Branson gehört, in den Orbit starten würden.
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Sie seien schon mit Bransons Maschinen geflogen, erklärte Machin weiter, und betonte, dass ausgerechnet deshalb würde er empfehlen, dass man überall mit Heißluftballons fliege. „Diese Flugzeuge sind schrecklich, und jeder, der einen Tesla (eine Maschine hergestellt vom US-amerikanischen Unternehmer Elon Musk – Anm. d. Red) hat, beschwert sich darüber“, fügte der Manager hinzu.
„Vielleicht wäre ich mit einem russischen Schiff geflogen, es hätte eine russische Maschine sein können“, schloss sich Gahan seinem Manager an.
Mitte September hatte das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX von Elon Musk bekanntgegeben, dass sein erster Flug mit einer rein zivilen Besatzung erfolgreich abgeschlossen wurde. Die mit SpaceX konkurrierenden Unternehmen Virgin Galactic von Richard Branson und Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos boten wohlhabenden Weltraumtouristen bisher nur ein kurzes Eintauchen in die Schwerelosigkeit. Ihre jeweiligen Jungfernflüge mit Branson und Bezos an Bord erreichten kurzzeitig die Grenze zwischen Luft- und Raumfahrt, die so genannte Karman-Linie, bei rund 100 Kilometern Höhe.
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Die russische Weltraumorganisation Roskosmos hatte im vergangenen Jahr nach zwölf Jahren Pause die Touristenflüge wieder aufgenommen. Im Dezember wurden zwei japanische Weltraumtouristen, der Milliardär Yusaku Maezawa und sein Assistent Yozo Hirano, zur Internationalen Raumstation (ISS) geschickt.
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