Geiselnahme in Synagoge in Texas – Täter war britischer Staatsbürger

© AFP 2022 / BRANDON BELLSynagoge in der Stadt Colleyville, Texas.
Synagoge in der Stadt Colleyville, Texas.  - SNA, 1920, 17.01.2022
Nach einer Geiselnahme in einer Synagoge im US-Bundesstaat Texas am Wochenende ist der ums Leben gekommene Tatverdächtige nun als britischer Staatsbürger identifiziert worden.
Einer Pressemitteilung des FBI zur Folge wurde der Täter am Sonntag als Malik Faisal Akram, ein 44-Jähriger britischer Staatsbürger, identifiziert.
„Derzeitig gibt es keine Hinweise darauf, dass andere Personen beteiligt sind“, teilte die Behörde am Samstag mit.
Am Sonntag wurde von der Festnahme von zwei Jugendlichen berichtet, die verdächtigt werden, an dem Verbrechen beteiligt gewesen zu sein. Die Polizei der Stadt Manchester teilte mit, dass Beamte der Anti-Terror-Einheit im Rahmen der laufenden Ermittlungen zwei Festnahmen durchführten.
Die Untersuchungen in dem Fall seien noch nicht abgeschlossen.
Der Täter war tot geborgen worden, nachdem eine Spezialeinheit des FBI die Synagoge stürmte und die Geiselnahme gewaltsam beendete. Ersten Erkenntnissen zur Folge hatte der Geiselnehmer nach seiner Ankunft im Land Waffen gekauft und seine erste Nacht in einer Unterkunft für Obdachlose verbracht.
Der Bruder des Mannes bezog gegenüber dem britischen Fernsehsender „Sky News“ Stellung. Er drückte seine Trauer aus und sprach von der psychischen Krankheit des Täters. Die Familie stünde in Kontakt mit dem FBI und könne derzeitig keine genaueren Angaben, wegen der laufenden Ermittlungen machen.
„Wir würden gerne hinzufügen, dass jeder Angriff auf einen Menschen, sei es ein Jude, Christ, Muslim und so weiter, falsch ist und verurteilt werden sollte“, äußerte der Bruder des Täters.
Verschiedene Amtsträger weltweit meldete sich nach dem Vorfall zu Wort, so auch der israelische Ministerpräsident Naftali Bennett, der sein Bedauern und seine Unterstützung an die jüdische Gemeinde in Colleyville aussprach. Der Vorfall habe gezeigt, dass es immer noch nötig sei, Antisemitismus weltweit zu bekämpfen.
US-Präsident Joe Biden bezeichnete die Geiselnahme als einen „Akt des Terrors“ und rief ebenfalls zur Bekämpfung des Antisemitismus auf.
Einsatz einer Spezialeinheit in der Synagoge din Colleyville, Texast - SNA, 1920, 16.01.2022
Geiselnahme in Synagoge in Texas – alle Opfer kommen unverletzt frei
Der bewaffnete Mann hatte am Samstag in einer Synagoge in der Stadt Colleyville vier Geiseln genommen, so auch einen Rabbiner. Der Gottesdienst wurde auf der Facebookseite der Synagoge live übertragen.
Während der Übertragung forderte der Geiselnehmer die Freilassung von Aafia Siddiqui, einer pakistanischen Neurowissenschaftlerin, die verdächtigt wird, Verbindungen zum Terrornetzwerk al-Qaida* zu haben. Sie galt für die FBI als dermaßen gefährlich, dass Justizminister John Ashcroft sie 2004 als einzige Frau auf die Liste der „Tödlichen Sieben“ setzte. Sie wurde 2010 wegen versuchten Mordes zu 86 Jahren Gefängnis verurteilt und ist nun in einem Gefängnis in Texas inhaftiert.
*Terrororganisation mit Betätigungsverbot in Russland und Deutschland
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