Baerbock baut auf friedliche Lösung des Ukraine-Konflikts

© REUTERS / UKRAINIAN FOREIGN MINISTRYBundesaußenministerin Annalena Baerbock und ihr ukrainischer Amtskollege Dmitri Kuleba bei einem Treffen am 17. Januar 2022 in Kiew.
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock und ihr ukrainischer Amtskollege Dmitri Kuleba bei einem Treffen am 17. Januar 2022 in Kiew.  - SNA, 1920, 17.01.2022
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat sich bei einem Treffen mit ihrem ukrainischen Kollegen Dmitri Kuleba für eine friedliche Beilegung des Ukraine-Konflikts eingesetzt.
„Denn Diplomatie ist der einzig gangbare Weg“, sagte die Politikerin am Montag. „Wir haben einen langen Atem.“ Deutschland sei zum Dialog mit Russland bereit, betonte sie Medien zufolge.
Zur Forderung der Ukraine nach deutschen Waffenlieferungen sagte die Ministerin, es müsse darum gehen, die Krise nicht weiter eskalieren zu lassen, sondern mit diplomatischen Mitteln zu lösen. Aber „jede weitere Aggression hätte einen großen Preis“ für Russland, betonte sie.
Für den Fall einer Eskalation hat der Westen mit scharfen Sanktionen gedroht. Baerbock plädierte dafür, das sogenannte Normandie-Format zur Beilegung des Konflikts „wieder mit Leben zu füllen“.

Baerbock will Trennlinie im Donbass besuchen

Die Ministerin kündigte an, dass sie und ihr französischer Amtskollege Jean-Yves Le Drian demnächst die Trennlinie im Donbass besuchen würden, um sich über die Lage vor Ort zu informieren. „Wir brauchen Fortschritte bei der Umsetzung der Minsker Vereinbarung“, sagte sie.
Für diesen Dienstag ist Annalena Baerbocks Treffen mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow in Moskau geplant.
Außenministerin Annalena Baerbock - SNA, 1920, 17.01.2022
Auf der Reise nach Kiew und Moskau: Baerbock wirbt für diplomatische Einigung im Ukraine-Konflikt

„Aggressive Handlungen“ Russlands

Die Ukraine und mehrere westliche Länder haben seit Wochen ihre Besorgnis über angebliche verstärkte „aggressive Handlungen“ Russlands an den ukrainischen Grenzen geäußert. Bereits mehrmals hatte der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, erklärt, dass Russland seine eigenen Truppen auf seinem Territorium nach Belieben verlegen dürfe. Russland hat die Vorwürfe des Westens und der Ukraine mehrmals zurückgewiesen und betont, dass Erklärungen über eine „russische Aggression“ als Vorwand für die Stationierung von mehr Nato-Technik unweit der russischen Grenzen missbraucht würden.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала