„Moskau führt hybriden Krieg“: Ukraine wirft Russland Cyberangriff auf Webseiten der Behörden vor

CC0 / Darwin Laganzon/pixabay / Cyberangriff (Symbolbild)
Cyberangriff (Symbolbild) - SNA, 1920, 16.01.2022
Das ukrainische Ministerium für digitale Transformation hat Russland vorgeworfen, hinter der massiven Cyberattacke gegen Webseiten der Staatsmachtorgane am 14. Januar gestanden zu haben.
„Der Staatsdienst für Spezialverbindung und Informationsschutz der Ukraine ermittelt derzeit zusammen mit dem Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) und der Cyberpolizei zu der Cyberattacke. Heute kann gesagt werden: alle Beweise sprechen dafür, dass Russland hinter der Cyberattacke steht. Moskau führt einen hybriden Krieg weiter und stockt seine Kräfte im Informations- und Cyberraum auf …“, heißt es in einer Mitteilung, die am Sonntag auf der Webseite der Behörde veröffentlicht wurde.
„Die bisher letzte Cyberattacke ist eine der Erscheinungsformen des hybriden Krieges Russlands gegen die Ukraine, der seit 2014 andauert“, wird behauptet.
„Sein Ziel ist es, nicht nur die Gesellschaft einzuschüchtern, sondern auch die Situation in der Ukraine zu destabilisieren, indem die Arbeit des Staatssektors lahmgelegt und das Vertrauen der Ukrainer zu den Machtbehörden untergraben werden soll. Sie könnten dies erreichen, indem sie Fakes über Schwachstellen der kritischen Informationsstruktur und über ‚Leaks’ von Personendaten der Ukrainer in den Informationsraum werfen würden.“
Die Behörde verweist darauf, dass die Informationsressource „Dija“ (Dienstleistungsportal) keine Personendaten der Ukrainer aufbewahre. „Wir rufen die Ukraine auf, nicht in Panik zu geraten. Alle Personendaten sind in staatlichen Registern zuverlässig geschützt. Und bei inserierten Angeboten von Personendaten handelt es sich um unsaubere Geschäfte: Betrüger wollen veraltete Angaben verkaufen, die aus vielen Quellen, die noch vor 2019 geleakt wurden, zusammengestellt sind“, so die Behörde.
Außenministerium Russlands (Archivfoto) - SNA, 1920, 15.01.2022
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„Das Feld der Schlacht um Sicherheit und das Bestehen unseres Staates selbst befinden sich auf mehreren Ebenen – der militärischen, der diplomatischen, der historischen und jetzt auch der digitalen. Deshalb sollten sich die ukrainischen Cyberfachleute zusammenschließen, um der Bedrohung entgegenzuwirken und den Gegner zu neutralisieren“, resümiert das Ministerium für digitale Transformation.
Wie zuvor berichtet wurde, sei in der Nacht zum Freitag ein globaler Hackerangriff auf die Webseiten der ukrainischen Regierung verübt worden. Die Webseiten des Ministeriums für Bildung und Forschung, des Außenministeriums, des Staatsdienstes für Notstandssituationen, des Ministerkabinetts, des Ministeriums für Energetik und des Dienstleistungsportals „Dija“ seien down gewesen.
Nach Angaben des SBU wurden insgesamt mehr als 70 staatliche Webseiten angegriffen, von denen zehn Einmischungen ausgesetzt gewesen seien.
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