„Falsche Anschuldigungen“ – Kremlsprecher zur angeblichen Invasion Russlands in der Ukraine

© SNA / Sergey GuneyevKreml-Sprecher Dmitri Peskow (Archivbild)
Kreml-Sprecher Dmitri Peskow (Archivbild) - SNA, 1920, 16.01.2022
Der Kremlsprecher Dmitri Peskow hat sich in einem Interview mit dem US-Fernsehsender CNN zu den Vorwürfen einer angeblich bevorstehenden militärischen Invasion Russlands in der Ukraine geäußert. Demnach hätten die USA „falsche Anschuldigungen“ gegen Russland erhoben, ohne diese zu belegen.
Die USA hätten keine Belege für eine militärische Eskalation von russischer Seite an der Grenze zur Ukraine angeführt.
„Wir warten noch immer auf Beweise“, so der Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin.
Er führte an, dass der US-Sicherheitsberater Jake Sullivan Beweise für die Behauptung einer militärischen Eskalation zwar angekündigt, aber nicht vorgelegt habe.
„Wir leben in einer Welt falscher Anschuldigungen, Falschnachrichten und in einer Welt der Lügen“, so Peskow.
Weißes Haus - SNA, 1920, 14.01.2022
„Vorwand für Invasion“: US-Regierung wirft Moskau Vorbereitung von Provokationen in Ostukraine vor
Der Sprecher des Pentagons, John Kirby, teilte am Freitag mit, Russland arbeite an einem „Vorwand für eine mögliche Invasion in die Ukraine“. Er führte an, dass eine Operation geplant sei, die auf russische Agenten selbst oder auf russischsprachige Menschen in der Ukraine abzielt, um einen Vorwand für eine Invasion zu haben.
Die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, sprach von Beweisen, die angeblich darauf hindeuten würden, dass Russland Provokationen in der Ukraine vorbereite.
Der Kremlsprecher wies die Vorwürfe, Russland sei für den Hackerangriff auf Internetseiten der ukrainischen Regierung am Freitag verantwortlich, zurück. Russland habe nichts mit Cyberattacken zu tun.
Peskow forderte in dem Interview erneut schriftliche Antworten der USA auf Russlands Vorschläge für die Sicherheit in Europa. Moskau wolle eine „konkrete Antwort auf seine konkreten Vorschläge“, betonte er. Die aktuellen Spannungen an der russisch-ukrainischen Grenze seien „extrem gefährlich“ für die Lage auf dem Kontinent, so der Kreml-Sprecher.
Russland hatte am 17. Dezember 2021 Entwürfe für einen Vertrag mit den USA und für ein Abkommen mit der Nato über Sicherheitsgarantien veröffentlicht. Im Abkommensentwurf mit der Nato schlägt Moskau vor, eine Ausdehnung der Allianz und den Nato-Beitritt der Ukraine auszuschließen sowie auf militärische Aktivitäten in der Ukraine und anderen osteuropäischen Ländern wie auch in Transkaukasien und Zentralasien zu verzichten. Russland forderte wiederholt eine schriftliche Antwort der USA auf seine Vorschläge für die Sicherheit in Europa.
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