Kinderlieder zunehmend wegen Rassismus in Kritik: „Wer hat die Kokosnuss geklaut“ nun im Visier

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Jazz-Musik (Symbolbild) - SNA, 1920, 16.01.2022
„Racial Profiling” in Kinderbüchern und Liedern wird in den letzten Jahren stark diskutiert. Zahlreiche Kinderlieder stehen nun in der Kritik, so auch das scheinbar harmlose Lied „Wer hat die Kokosnuss geklaut“.
Der Instagram-Kanal von ZDF „aroundtheword“ machte auf die rassistische Konnotation des Liedes „Wer hat die Kokosnuss geklaut“ aufmerksam, ohne konkrete Hintergründe zu nennen.
Das Lied fördere demnach das kolonialistische Klischee vom kriminellen und triebgesteuerten Affen.
Musikethnologe Nepomuk Riva sagte gegenüber dem Deutschlandfunk, Affen seien ein „Stereotyp für die Afrikaner im rassistischen Kontext“.
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Längst stehen Kinderbuch-Klassiker wie „Pippi Langstrumpf“ oder „Räuber Hotzenplotz“ in der Kritik, sie enthalten Begriffe, die heute als rassistisch gelten. Die Diskussion hat sich auch auf Kinderlieder ausgeweitet, so zum Beispiel auf die Lieder „Zehn kleine Negerlein“ oder „Kinder lernen lesen – Indianer und Chinesen“.
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