Forscher: Mesopotamier züchteten noch vor Pferden Esel-Hybride als Kriegstiere

CC0 / Lorca07/Pixabay / Antikes Mesopotamien (Symbolbild)
Antikes Mesopotamien (Symbolbild) - SNA, 1920, 16.01.2022
Menschen im antiken Mesopotamien haben ein superstarkes Hybridtier gezüchtet, indem sie domestizierte Esel mit Wildeseln kreuzten. Das zeigt eine neue Studie zur Genomsequenzierung, die französische Forscher am Institut Jacques Monod in Paris durchgeführt haben.
Die Forscher untersuchten Genome von den Equidenskeletten, die in einer 4500 Jahre alten Grabstätte im nordsyrischen Umm el-Marra gefunden worden waren.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Skelette einst einem domestizierten Hybridtier namens „Kunga“ gehörten – einer Kreuzung von weiblichen Eseln und männlichen syrischen Wildeseln – und liefern damit den frühesten bekannten Beweis für die Zucht von Hybridtieren.
Experten zufolge wurden Kungas nicht zum Reiten, sondern viel eher zum Transport von Waren und Ausrüstung sowie zum Schleppen von vierrädrigen Kriegswagen verwendet. Die Größe und die Geschwindigkeit von Kungas machten diese Hybridtiere zu einer besseren Option als Esel.
Sie waren „hoch geschätzte“ Tiere, die im antiken Mesopotamien für Diplomatie, Zeremonien und Kriegsführung gebraucht wurden.
Ausgrabungen (Symbolbild) - SNA, 1920, 31.12.2021
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Mesopotamien war ein historisches Gebiet im Nahen Osten, das den größten Teil des heutigen Irak umfasst, sich aber einst auf Teile Syriens und der Türkei erstreckt hatte. Hauspferde in der Region datieren laut derselben Forschergruppe auf den Zeitraum vor 4000 Jahren.
Tontafeln, die ebenfalls aus der Zeit vor 4500 Jahren stammen, sind bereits dafür bekannt, prestigeträchtige Equiden mit einem hohen Marktwert als „Kunga“ zu erwähnen.
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