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Kasachstan: Schwiegersöhne von Ex-Langzeitpräsident Nasarbajew legen ihre hohen Ämter nieder

© SNA / Sergej Gunejew / Zur BilddatenbankNursultan Nasarbajew, Ex-Langzeitpräsident der zentralasiatischen Republik Kasachstan (Archiv)
Nursultan Nasarbajew, Ex-Langzeitpräsident der zentralasiatischen Republik Kasachstan (Archiv) - SNA, 1920, 15.01.2022
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Zwei Schwiegersöhne von Kasachstans Ex-Langzeitpräsident Nursultan Nasarbajew haben ihre hohen Ämter niedergelegt, teilte der kasachische Staatsfonds Samruk-Kasyna am Samstag mit.
Dimasch Dossanow, Ehemann von Nasarbajews jüngster Tochter Alija, sei vom Posten des Generaldirektors und Vorstandschefs des staatlichen Ölkonzerns KazTransOil entbunden worden, hieß es in der Mitteilung des Fonds, der Aktionär beim Ölförderer KazMunaiGaz (KMG) ist. Seinerseits ist KMG an KazTransOil beteiligt. Die Entscheidung, Dossanow vorzeitig von seinem Posten zu entlassen, sei am 14. Januar vom Direktorium des Unternehmens getroffen worden.
Den Angaben zufolge wurde am gleichen Tag auch dem Vorstandsvorsitzenden des nationalen Konzerns QazaqGaz (vormals KazTransGaz), Kairat Scharipbajew, gekündigt. Scharipbajew ist der zweite Ehemann von Nasarbajews ältester Tochter Dariga, Abgeordnete des Unterhauses des Landesparlaments.

Instagram-Accounts von Nasarbajews Tochter gesperrt

Alija Nasarbajewa hatte sich am Donnerstag auf Facebook und Instagram bei ihren Landsleuten für die Unterstützung für ihren Vater bedankt. User wurden darauf aufmerksam, dass entsprechende Meldungen laut Instagram-Daten in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) gepostet worden waren. Kurze Zeit darauf konnten Alijas Accounts nicht mehr aufgerufen werden.
Mehrere Experten und Politologen gehen davon aus, dass Präsident Kassym-Schomart Tokajew, dessen Kandidatur 2019 von Nasarbajew selbst vorgeschlagen worden war, nun versucht, den Ex-Staatschef und seine Umgebung zu entmachten. Nasarbajew hatte bis zuletzt den Sicherheitsrat Kasachstans angeführt und räumte den Posten seinem Sprecher zufolge freiwillig gleich nach Beginn der Ausschreitungen in der Republik.
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Tokajew hatte vergangene Woche gefordert, die Gefolgsleute von Nasarbajew sollten ihren Wohlstand durch regelmäßige Spenden in eine neue gemeinnützige Stiftung mit der Gesellschaft teilen.
Nasarbajew (81) hatte Kasachstan seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion als Präsident fast 30 Jahre lang mit harter Hand regiert. Seit Beginn der Proteste am 4. Januar hat er sich nicht in der Öffentlichkeit gezeigt.

Einsatz von OVKS-Friedenssoldaten in Kasachstan

Die mit Hilfe der von Tokajew herbeigerufenen Friedenstruppen der Organisation des Vertrages über die kollektive Sicherheit (OVKS) gestoppten Proteste hatten nach einer schlagartigen Verdopplung der Preise für Flüssiggas begonnen. Die anfangs friedlichen Proteste schlugen dann schnell in mehreren Städten, darunter in der Millionenmetropole Almaty, in Krawalle und Pogrome um. Es gab mindestens 225 Tote und über 4500 Verletzte. Rund 10.000 Menschen wurden festgenommen.
Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko in Militäruniform (Archivfoto) - SNA, 1920, 15.01.2022
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Präsident Tokajew hatte das Engagement der OVKS-Friedensmacht gelobt und für beendet erklärt. Die Militärs der Teilnehmerländer ziehen inzwischen samt Technik aus der zentralasiatischen Republik ab.
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