Nach Ausbruch von Untersee-Vulkan: Tsunami-Wellen erreichen Japan

© AFP 2022 / MARY LYN FONUAAusbruch des Vulkans Hunga-Ha'apai auf der Pazifik-Insel Hunga Tonga (Archiv)
Ausbruch des Vulkans Hunga-Ha'apai auf der Pazifik-Insel Hunga Tonga (Archiv) - SNA, 1920, 15.01.2022
Die am Samstag durch den Ausbruch eines Untersee-Vulkans in der Nähe der Inselreichs Tonga im Pazifik ausgelösten Tsunami-Wellen haben Japan erreicht.
Die japanische Wetterwarte gab eine Tsunami-Warnung heraus. Die möglicherweise bis zu drei Meter hohe Welle könnte die japanischen Pazifikinseln Amami und Tokara überrollen und, abgeschwächt bis zu einem Meter, die gesamte Pazifikküste Japans erreichen, hieß es.
Der Zeitung „Japan Times“ zufolge wurde die Küste Japans wenige Minuten nach der Warnung überschwemmt. „Die Tsunami-Flut wurde entlang der gesamten Küste zwischen Tohoku und Okinawa registriert.“ Zur realen Höhe der Welle machte das Blatt allerdings keine Angaben.
Früheren Medienberichten zufolge ist der Vulkan Hunga-Ha'apai auf der Insel Hunga Tonga seit Dezember vergangenen Jahres wieder aktiv. Bei einem Ausbruch am vergangenen Freitag wurden örtlichen Behörden zufolge nur kleine Tsunami-Wellen von bis zu 30 Zentimetern registriert.
Am Samstag wurden Tsunami-Warnungen im Königreich Tonga selbst sowie in mehreren anderen Ländern der Region wie Fidschi, Samoa und Neuseeland herausgegeben. Der König von Tonga musste aus seinem Palast auf der Insel Nuku’alofa in Sicherheit gebracht werden. Dem australischen Wetterdienst zufolge wurde in der Stadt eine 1,2 Meter hohe Welle beobachtet.
Auf der Hauptinsel Tongatapu habe es Asche geregnet, Telefonverbindungen seien ausgefallen. Das Ausmaß der Schäden war am späten Abend (Ortszeit) zunächst unklar.
Ausbruch des Unterwasservulkans Hunga Tonga-Hunga Ha'apai in Südpazifik  - SNA, 1920, 15.01.2022
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Nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes der USA (NOAA) könnten sich Auswirkungen sogar auf Alaska bemerkbar machen. Eine Tsunami-Warnung galt auch für Hawaii.
Vorläufigen Daten zufolge dürfte die Tsunami-Gefahr vorbei sein. Es könne aber noch zu Schwankungen des Meeresspiegels kommen, hieß es.
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