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Johnson soll im Lockdown regelmäßig Partys mit Mitarbeitern gefeiert haben – Medienbericht

© SNA / Justin Griffits-UilliamsDer britische Premierminister Boris Johnson (Archivfoto)
Der britische Premierminister Boris Johnson (Archivfoto) - SNA, 1920, 15.01.2022
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Neue Vorwürfe gegen den britischen Premier Boris Johnson nach dem Bruch von Corona-Regeln: Entgegen den Auflagen hat es laut einem Medienbericht in der Downing Street regelmäßig Treffen mit Alkohol gegeben.
Johnsons Mitarbeiter hätten sich jeden Freitag zu „Wine-time Fridays“ getroffen, der Premier habe sie ermutigt, „Dampf abzulassen“ – auch wenn Treffen in Innenräumen gemäß den Lockdown-Regeln streng verboten gewesen waren, schreibt die Zeitung „Mirror“ am Samstag.
Der Regierungschef habe mehrmals selbst bei diesen Zusammenkünften vorbeigeschaut. Die Mitarbeiter hätten für die regelmäßigen Treffen eigens einen Bürokühlschrank angeschafft, um ihre Flaschen mit Weißwein, Prosecco und Bier kühl zu halten.
Freitägliche Treffen sind nach „Mirror“-Angaben seit langem eine „Downing-Street-Tradition“ gewesen, auch unter früheren britischen Regierungen. Die Zusammenkünfte wurden demnach aber auch fortgesetzt, nachdem Corona-Beschränkungen erlassen worden waren.
Johnson steht in der „Partygate“-Affäre seit längerem massiv unter Druck, mehrere Abgeordnete seiner Tory-Partei haben bereits seinen Rücktritt gefordert. Er selbst will sich politisch mit einem umfassenden Neustart aus der Bredouille befreien. Zu den Lockdown-Partys in seinem Regierungssitz laufen derzeit interne Untersuchungen, deren Ergebnisse der Premier abwarten will.
Britischer Premierminister Boris Johnson - SNA, 1920, 12.01.2022
Party vorbei für Boris Johnson? Medien kritisieren britischen Premier nach neuen Enthüllungen
Zuletzt wurde berichtet, dass es am Vorabend der Beerdigung von Queen-Gemahl Prinz Philip im April 2021 Feiern im Regierungssitz gegeben habe. Damals galten strenge Kontakt- und Abstandsregeln. Queen Elizabeth II. musste deshalb ganz alleine in der Kapelle ihrer Residenz Windsor sitzen, als ihr Mann bestattet wurde.
Die Downing Street entschuldigte sich:„Es ist zutiefst bedauerlich, dass dies zur Zeit nationaler Trauer stattgefunden hat“, hatte ein Johnson-Sprecher erklärt.
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