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Erneutes Betrugsmanöver in Italien: Frau aus Palermo soll Corona-Impfungen gefälscht haben – Video

© AP Photo / Mary AltafferImpfung in den USA
Impfung in den USA - SNA, 1920, 15.01.2022
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Seit Beginn der Corona-Pandemie häufen sich in mehreren Städten Italiens Meldungen über gefälschte Impfnachweise oder nicht verabreichte Vakzine. Nun hat die Polizei im sizilianischen Palermo erneut eine Krankenschwester festgenommen, die Impfungen vorgetäuscht haben soll.
Die Justiz wirft der Frau vor, einem Impfgegner-Ehepaar zwar die Spritze, aber nicht den Impfstoff injiziert zu haben, wie die Polizei am Samstag mitteilte.
Auf einem Überwachungsvideo vom Dezember ist zu sehen, wie die Krankenschwester eine volle Spritze in ein Tuch ausdrückt und sie dann leer in einen Oberarm sticht. Das Video veröffentlichte die Polizei inzwischen auf ihrer Twitter-Seite.
Nun muss sich die Frau unter anderem wegen Amtsunterschlagung und Falschbeurkundung verantworten.

Mehrere Corona-Betrugsfälle in Italien

In Italien sind bereits mehrere Betrügereien im Zusammenhang mit Impfungen ans Licht gekommen.
Ende Dezember 2021 hatten Beamte eine andere Krankenschwester festgenommen, die in demselben Impfzentrum elf Menschen auf dieselbe Art vermeintlich gegen Covid-19 immunisiert hatte. Dafür hatte sie 100 Euro pro Person kassiert. Unter den "Impflingen" war nach Polizeiangaben auch ein führendes Mitglied der lokalen Impfgegner-Bewegung gewesen.
Ein weiterer Vorfall hat sich Anfang Dezember in der Region Piemont im Norden Italiens ereignet. Da in Italien seit Frühjahr 2021 eine Impfpflicht für alle Mitarbeiter im Gesundheitsbereich gilt, hat ein Zahnarzt, um seinem Beruf weiter nachgehen zu können, versucht, sich mit einer Silikon-Attrappe am Arm gegen Covid-19 impfen zu lassen – ohne das Vakzin injiziert zu bekommen. Der versuchte Betrug soll aber letzten Endes aufgeflogen sein.
Anfang Januar ist ein Hausarzt in der italienischen Stadt Ascoli Piceno wegen des Verdachts auf Veruntreuung von 120 Corona-Impfdosen und schweren Betrugs in Gewahrsam genommen worden. Der Mediziner soll im Impfzentrum die Vakzine entnommen, aber nicht verabreicht haben. Außerdem hat er nach Angaben der Zeitung „La Repubblica“ in 150 Fällen Nachweise über Impfungen ausgestellt, die nie gemacht wurden.
Geimpfte erhalten in Italien einen digitalen Nachweis, der mittlerweile an vielen Orten des öffentlichen Lebens wichtig ist, um etwa mit dem Bus zu fahren oder in Restaurants essen zu gehen.
Eine Frau wird gegen Covid-19 immunisiert (Archivfoto) - SNA, 1920, 06.01.2022
Italien führt Impfpflicht für über 50-Jährige ein

Corona-Notstand in Italien bis Ende März

Mitte Dezember hat der Amtssitz des italienischen Ministerpräsidenten, Mario Draghi, aufgrund der im Dezember deutlich gestiegenen Zahlen der Neuinfektionen und Todesfälle eine Verlängerung des coronabedingten Ausnahmezustands bis zum 31. März 2022 angekündigt.
Das Land hatte den Notstand erstmals Ende Januar 2020 ausgerufen, nachdem in Italien der erste Coronavirus-Fall gemeldet worden war. Seither wurde der Notstand mehrmals verlängert.
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