Britische Außenministerin wirft Russland Desinformationskampagne gegen Ukraine vor

© AP Photo / Jon SuperLiz Truss spricht auf dem Parteitag der Konservativen in Manchester, England (Archivbild)
Liz Truss spricht auf dem Parteitag der Konservativen in Manchester, England (Archivbild) - SNA, 1920, 15.01.2022
Die britische Außenministerin Liz Truss hat Russland einer gegen die Ukraine gerichteten Desinformationskampagne bezichtigt.
Damit solle das Land destabilisert und eine Invasion gerechtfertigt werden, erklärte die Außenministerin. „Russland muss seine Aggressionen stoppen, deeskalieren und sich ernst gemeinten Gesprächen öffnen“, twitterte sie am Samstag.
Ihre deutsche Kollegin Annalena Baerbock soll am Montag in die Ukraine und nach Russland reisen. Im Zentrum der bis Dienstag terminierten Gespräche soll die Ukraine-Krise stehen.
Einen ähnliche Vorwurf hatten am Freitag die USA geäußert: Washington hat laut der Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, Beweise, die angeblich darauf hindeuten, dass Russland Provokationen in der Ukraine vorbereitet.
„Wir haben Informationen, die darauf hindeuten, dass Russland bereits eine Gruppe von Agenten aufgestellt hat, um eine Operation unter falscher Flagge im Osten der Ukraine durchzuführen“, hatte Psaki gesagt, ohne konkrete Beweise zu nennen.
Zu den Berichten über die angeblich bevorstehende russische Provokation im Donbass hat sich bereits der Kreml-Pressesprecher Dmitri Peskow geäußert:
„Bisher waren alle diese Aussagen unbegründet und wurden durch nichts bestätigt“, sagte er gegenüber russischen Medien.
Die ukrainischen Behörden hatten ihrerseits am Freitag einen massiven Cyberangriff gemeldet. Betroffen gewesen seien etwa die Seiten des Außenministeriums, des Kabinetts, des Sicherheits- und Verteidigungsrates, sowie des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft.
EU-Außenbeauftragter Josep Borrell bei einem Treffen der EU-Außenminister. Brest, Westfrankreich, 14. Januar 2022 - SNA, 1920, 14.01.2022
Umgang mit Russland: EU-Außenminister vereinbaren Zehn-Punkte-Plan
Der Westen und die Ukraine werfen Russland „Aggressionspläne“ vor, was Moskau entschieden zurückweist. Russland bedrohe niemanden und wolle niemanden angreifen. Erklärungen über einen angeblich bevorstehenden Einmarsch in die Ukraine würden von der Nato für die Verlegung von mehr Militärtechnik in unmittelbare Nähe zu russischen Grenzen missbraucht, hieß es aus Moskau.
Die Verlegungen seiner Truppen, darunter in an die Ukraine angrenzende Regionen, führt Russland auf eine Militärübung zurück, die gegen niemanden gerichtet sei. Präsident Wladimir Putins Sprecher Dmitri Peskow zufolge handelt es sich es um einen „Aufbau der Streitkräfte und reguläre Manöver“
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