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Russischer Automobilmarkt zeigt Stabilität – AEB-Ausschussvorsitzender Thomas Stärtzel

Auto (Symbolbild) - SNA, 1920, 14.01.2022
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Der Absatz von Pkws und leichten Nutzfahrzeugen in Russland stieg 2021 um 4,3 Prozent auf 1,667 Millionen Autos.
Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 ging der Umsatz um 5,3 Prozent zurück. Diese Zahlen nannte der Vorsitzende des Automobilhersteller-Ausschusses der Assoziation des Europäischen Business, Thomas Stärtzel, auf einer Pressekonferenz in Moskau.
Obwohl der Markt 2021 ein Wachstum gezeigt habe, sei diese positive Entwicklung nur auf die Wachstumsdynamik im zweiten Quartal gegenüber dem stark durch den Lockdown geprägten Vergleichszeitraum 2020 zurückzuführen, so Stärtzel.
„Der Negativtrend der letzten beiden Quartale des Jahres 2021 endete mit einem gewaltigen Minus von 19,9 Prozent im Dezember bei nur noch 133.470 verkauften Fahrzeugen. All dies ist das Ergebnis negativer Auswirkungen solcher globaler Faktoren, wie des Mangels an elektronischen Komponenten, der Probleme mit der Logistik, einer Unterbrechung der Lieferketten, eines Anstiegs der Materialkosten und anderer. Es gibt keine Anzeichen für eine baldige Verbesserung der Situation. Seit 2015 ist der russische Automobilmarkt jedoch recht stabil geblieben“, kommentierte Stärtzel, der auch CEO von Porsche Russland ist.

Prognosen

Unter der Annahme, dass alle negativen Faktoren während des größten Teils des Jahres 2022 nicht ausgeräumt werden, geht der Ausschuss davon aus, dass sich der Automobilmarkt nicht wesentlich verändern wird, und prognostiziert ein Umsatzwachstum von 3,3 Prozent bei einem Gesamtabsatz von Pkws und leichten Nutzfahrzeugen von 1.722.000 Einheiten.
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Verkauf von Elektrofahrzeugen

Laut AEB stieg der Absatz von Elektrofahrzeugen in Russland im vergangenen Jahr um das 2,6-fache auf 1.000 Einheiten. „Dank der Förderung der Nachfrage nach Elektrofahrzeugen und vor allem der zollfreien Einfuhr ist der Markt für Elektrofahrzeuge in den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres rasant gewachsen“, stellt die AEB fest. Der Verband äußerte seine Besorgnis darüber, dass die Abschaffung des Null-Einfuhrzolls zu einer Verlangsamung des Wachstums der Infrastruktur und der Nachfrage nach diesem Fahrzeugtyp führen könnte.
“Natürlich kann das wachsende Segment der Elektrofahrzeuge im Laufe der Zeit von einheimisch produzierten Modellen besetzt werden. Diese positive Tendenz kann aber durch die Abschaffung des Null-Einfuhrzolls für Elektrofahrzeuge ernsthaft beeinträchtigt werden. Dies wird zum Preisanstieg für Elektrofahrzeuge, einem Rückgang der Verbrauchernachfrage und einer anschließenden Stagnation der Verkaufsdynamik führen. Darüber hinaus könnten einige Hersteller die Einführung ihrer Elektrofahrzeuge in den russischen Markt aufgrund höherer Kosten verzögern“, so Stärtzel.
In der Ratssitzung der Eurasischen Wirtschaftskommission (EWG) Ende Oktober 2021 wurde über die Ausweitung der zollfreien Einfuhr von Elektrofahrzeugen auf das Territorium der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) diskutiert. Weißrussland hat das angeboten, aber es wurde keine einheitliche Position dazu bezogen, und das Thema wird noch weiter diskutiert.

Willkommen in Udmurtien, Herr Musk!

Der Elektromobilität vorgreifend hat die russische Regierung ein ehrgeiziges Konzept für die Entwicklung des Elektroverkehrs bis 2030 verabschiedet. Die russischen Gouverneure haben eine ungeahnte Möglichkeit bekommen, dem amerikanischen Unternehmer Elon Musk anzubieten, in den ihnen anvertrauten Regionen ein Tesla-Werk zu bauen. Zuvor sagte der Tesla-Chef, dass das Unternehmen bald in den russischen Markt eintreten könnte. „Ich denke, wir sind kurz davor, in Russland präsent zu sein. Im weiteren Sinne auch in Kasachstan und den benachbarten Regionen", sagte Musk während einer Videokonferenz mit den jungen Teilnehmern des Marathons „Neues Wissen“ Ende Mai.
Tesla-Auto - SNA, 1920, 10.01.2022
Mit bis zu 2000 weiteren Karossen: Tesla darf in Grünheide mehr testen
Die Aussagen des Unternehmers provozierten die Gouverneure, die miteinander wetteiferten, ihm anzubieten, das erste Tesla-Werk in Russland in den ihnen anvertrauten Regionen zu bauen. „Die Mercedes-Produktion ist bereits hier! Wir werden einen perfekten Standort für Sie finden“, twitterte Andrej Worobjow, Gouverneur des Gebietes Moskau. Im selben amerikanischen sozialen Netzwerk begrüßte der Republikchef von Udmurtien, Alexander Brechalow, den Geschäftsmann aus den USA: „Willkommen in Udmurtien!“. Allerdings liegt noch kein Antrag des amerikanischen Unternehmers beim russischen Ministerium für Industrie und Handel vor.
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