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Kollision mit Nato-U-Boot? Royal Navy sieht keine Belege für andere Version der Kursk-Tragödie

© SNA / Alexej Danitschew / Zur BilddatenbankGedenkveranstaltung auf einem Friedhof zum Jahrestag der U-Boot-Katastrophe
Gedenkveranstaltung auf einem Friedhof zum Jahrestag der U-Boot-Katastrophe - SNA, 1920, 14.01.2022
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Das russische Atom-U-Boot „Kursk“ versank vor mehr als 20 Jahren. Doch über die Ursachen des Unglücks wird bis heute spekuliert. Zuletzt brachte ein russischer Admiral ein Nato-U-Boot ins Spiel, das nach seiner Darstellung damals mit der „Kursk“ kollidiert war. Auf Anfrage von SNA wies das britische Verteidigungsministerium diese Behauptung zurück.
Admiral Wjatscheslaw Popow, Ex-Befehlshaber der russischen Nordflotte, behauptete im November in einem Interview, dass die „Kursk“ mit einem Nato-U-Boot kollidiert sei, welches das russische U-Boot überwacht und diesem zu nahe gekommen sei. Bei dem Zusammenstoß sei auch das Unterseeboot der Nato beschädigt worden. Dies widerspreche der offiziellen Version, laut der das Schiff wegen einer vermutlich durch einen technischen Defekt ausgelösten Explosion versunken sei.
Das Sekretariat des Kommandos der britischen Marine erklärte, es verfüge über keine schriftlichen Dokumente, wonach Russland nach der Tragödie um eine Inspektion britischer U-Boote ersucht habe und ein britisches U-Boot in der Nähe des Unfallortes gewesen sei.
„In Bezug auf ihre Anfrage zur Bestätigung des Umstands, dass sich am 12. August ‚irgendein U-Boot der Royal Navy in der Barentssee 2000 befand‘, können wir mitteilen, dass das Verteidigungsministerium über keine Aufzeichnungen verfügt, die diesen Teil Ihrer Anfrage bestätigt“, hieß es.
Auch bezüglich der Inspektionsanfrage „können wir bestätigen, dass das Verteidigungsministerium keine Aufzeichnungen über Anfragen an Großbritannien über eine Inspektion seiner atomaren U-Boote hat“, verlautete es aus dem Sekretariat.
Zur Bestätigung stellte die Behörde SNA Auszüge aus dem Archiv offizieller Berichte über die Sitzung des britischen Parlaments vom 14. November 2000 zur Verfügung. An diesem Tag hatte der britische Minister für Europa, Keith Vaz, im Parlament in Bezug auf die Verwicklung eines britischen U-Bootes in die Tragödie mit „Kursk“ erklärt, dass der damalige Verteidigungsminister, Geoff Hoon, seinem russischen Amtskollegen bereits versichert habe, dass sich keine britischen U-Boote im Raum des Schiffsuntergangs befunden hätten.

Mehrere U-Boote im Raum der Tragödie

Nach Angaben russischer und ausländischer Medien befanden sich zur Zeit der Tragödie die Atom-U-Boote „Memphis“ und „Toledo“ der US-Kriegsflotte sowie das U-Boot „Splendid“ der britischen Navy im Bereich der Übungen.
Laut dem Portal News24 hat das russische Verteidigungsministerium damals das Pentagon um die Genehmigung für eine Inspektion der U-Boote „Memphis“ und „Toledo“ gebeten. Allerdings wurde das Ersuchen abgewiesen. Die gleiche Antwort kam aus London.
Auch der ehemalige Hauptstabschef der russischen Seekriegsflotte, Admiral Viktor Krawtschenko, sagte gegenüber SNA, dass indirekte Hinweise zugunsten der Version von Admiral Popow dafür sprächen, dass das U-Boot „Kursk“ nach dem Zusammenstoß mit einem ausländischen U-Boot gesunken sei.
Laut der offiziellen Version der russischen zuständigen Regierungskommission, die im Juli 2002 publik gemacht wurde, ist das Atom-U-Boot „Kursk“ infolge einer Wärmeexplosion von Brennstoffteilen eines 65-76-Torpedos untergegangen. Die Kommission entschied, die auf dem Meeresboden verstreut liegenden Wrackteile des U-Bootes zu sprengen, um die Sicherheit der Schifffahrt gewährleisten zu können.
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