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Betreiber: Europäische Gasspeicher mitten im Winter zur Hälfte leer

© SNA / Alexej Witwizki / Zur BilddatenbankVerdichterstation Sayda (Deutschland) an der Pipeline Gazela, über die russisches Gas weiter nach Tschechien gepumpt wird (Archiv)
Verdichterstation Sayda (Deutschland) an der Pipeline Gazela, über die russisches Gas weiter nach Tschechien gepumpt wird (Archiv) - SNA, 1920, 14.01.2022
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Europäische Gasspeicher sind nach Angaben des Betreibers Gas Infrastructure Europe (GIE) derzeit halbleer. Untergrundspeicher würden von europäischen Kunden aktiv abgezapft, teilte das Unternehmen am Freitag mit.
„Die Untergrundgasspeicher waren zum 12. Januar zu 49,33 Prozent gefüllt gewesen, gegenüber 65 Prozent vor Jahresfrist und 83 Prozent im gleichen Zeitraum 2020“, hieß es.
In der Saison 2020/21 ging die Gasentnahme aus den Untergrundspeichern wegen des kalten Winters erst Ende März 2021 zu Ende. Verbraucht wurde eine Rekordmenge von 65,6 Milliarden Kubikmeter Gas.

Gasspeicher in Europa werden immer dünner

In der gegenwärtigen Saison, die am 13. Oktober 2021 begonnen hatte, werden die Gasspeicher in Europa aktiver abgezapft als sonst. Angaben des russischen Gasgiganten Gazprom zufolge haben europäische Kunden nach dem Stand vom 10. Januar mit 26,6 Milliarden Kubikmetern bereits 55,6 Prozent des 2021 in die Speicher gepumpten Gases abgenommen.
Niedrige Lufttemperaturen treiben die Nachfrage nach Gas und folglich dessen Preis nach oben. Am 21. Dezember schoss der Gaspreis auf fast 2200 US-Dollar pro 1000 Kubikmeter in die Höhe – bislang ein Rekord. Von SNA befragten Experten zufolge werden die Gasreserven Ende März – Anfang April auf ein extrem niedriges Niveau sinken, sollten die Untergrundspeicher im gleichen Tempo abgezapft werden wie bislang.
Station Wildervank des Erdgasfeldes Groningen - SNA, 1920, 12.01.2022
Höherer Gas-Bedarf von Deutschland alarmiert Niederlande

Putin nennt Ursache für Energiekrise in Europa

Russlands Präsident Wladimir Putin führte den Gasmangel an europäischen Märkten auf die Wirtschaftspolitik der EU-Kommission zurück. Zudem wurde in Europa ein Lieferausfall von knapp acht Milliarden Kubikmeter Gas aus den USA und vom Nahen Osten registriert, während der Gazprom-Konzern um elf Milliarden Kubikmeter über die vertraglich vereinbarten Mengen hinaus nach Europa gepumpt hatte.
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