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Belgien weist den einflussreichsten Imam des Landes aus

© AFP 2021 / THIERRY CHARLIERImam Mohamed Toujgani
Imam Mohamed Toujgani - SNA, 1920, 14.01.2022
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Belgische Behörden haben Mohamed Toujgani, dem Imam der größten Moschee Belgiens, die Aufenthaltsgenehmigung entzogen. Der Prediger, der Staatsbürger von Marokko ist, stellt nach Ansicht der Sicherheitsbehörden eine Gefahr für die nationale Sicherheit dar. Darüber berichtet der belgische Sender RTBF.
Laut dem belgischen Staatssekretär für Asyl und Migration, Sammy Mahdi, wurde die Aufenthaltserlaubnis des wohl einflussreichsten Predigers in Belgien noch im Oktober entzogen. Dem Imam sei ein Ausreisebefehl zugestellt worden. Außerdem sei ihm die Einreise für zehn Jahre untersagt. Berichten zufolge soll der Mann Belgien bereits verlassen haben.
Als Imam der Großen Al-Khalil-Moschee war Toujgani besonders einflussreich in der islamischen Gemeinde in Brüssel. Er lebte seit 1982 in Belgien und predigte eine äußert konservative Form des Islam. Der Imam ist seit einiger Zeit Gegenstand von Kontroversen. Obwohl er mehrere Jahre in Belgien gelebt hatte, sprach er weder Niederländisch noch Französisch. Außerdem tauchte zehn Jahre später ein Video aus dem Jahr 2009 auf, in dem er aufrief, die „zionistischen Unterdrücker“ zu verbrennen.
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„In der Vergangenheit haben wir radikalen Predigern zu viel Spielraum gelassen“, zitiert RTBF den Asyl-Staatssekretär Mahdi. „Wir werden diejenigen nicht tolerieren, die spalten und unsere nationale Sicherheit bedrohen“.
Toujgani geht gegen die Ausweisung und gegen das Einreiseverbot gegen ihn in Berufung. Die entsprechenden Termine sollen zwar bereits verstrichen sein, doch seine Anwälte wollen den Vorgang anfechten. Seine Frau und seine Kinder leben Medienberichten zufolge in Belgien.
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