Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

„Das Virus ist jetzt überall!“: Neuer Umgang mit Corona-Restriktionen in Afrika gefordert

© AP Photo / Jerome DelayCorona-Pandemie in Südafrika
Corona-Pandemie in Südafrika  - SNA, 1920, 13.01.2022
Abonnieren
Die Zeit der Eingrenzung des Virus ist vorbei, es hat den gesamten Afrikanischen Kontinent überschwemmt. Diese Feststellung hat die oberste Seuchenschutzbehörde des Kontinents gemacht und fordert einen neuen Umgang mit der Pandemie. Demnach sollten Kontakt-Nachverfolgungen fallen und dafür mehr getestet und geimpft werden.
Mit dem Erreichen der 10-Millionen-Marke bei den Corona-Infektionen in Afrika ändert sich laut der panafrikanischen Gesundheitsorganisation Africa CDC auch der Umgang mit der Pandemie. „Wir befinden uns jetzt nicht mehr in der Logik einer Eingrenzung des Virus – es ist jetzt überall“, sagte am Donnerstag John Nkengasong von der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union (Africa CDC) und betonte: „Die Zeit, zu der wir eine Kontakt-Nachverfolgung brauchten, sind vorbei.“ Strenge Restriktionen seien nicht mehr die geeignete Antwort – auch wenn die Bevölkerung bestimmte Vorsichtsmaßnahmen unbedingt weiter einhalten müsse.

Mehr Impfungen und Tests

Impfen und Testen seien nun dagegen mehr denn je prioritär. „Die, die geimpft worden sind, werden zwar krank, landen aber nicht im Krankenhaus – das ist der Trend, den wir gerade erleben“, sagte Nkengasong, der sowohl beim Testen wie auch beim Impfen eine stärkere Dezentralisierung auf dem Kontinent forderte.

Der Süden dominiert das Corona-Geschehen

In ganz Afrika wurden vergangene Woche 307.000 Corona-Neuinfektionen gezählt – ein Anstieg um zwei Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Das südliche Afrika stellte mit 43 Prozent erneut die meisten Fälle. Der Kontinent hat mittlerweile 663 Millionen Impfdosen beschafft, doch sind in Afrika erst 10,9 Prozent der Bevölkerung zweifach gegen das Coronavirus geimpft. „Es gibt jetzt einen klaren Trend, wonach mehr Impfstoffe den Kontinent erreichen“, sagte Nkengasong.
Russischer Corona-Impfstoff „Sputnik V“  - SNA, 1920, 19.12.2021
Russland will Sputnik-V-Impfstoff unentgeltlich für afrikanische Länder bereitstellen – RDIF
Die CDC versucht, die Mittel der afrikanischen Staaten zu bündeln und Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie zu koordinieren. Seit deren Ausbruch wurden insgesamt 10,1 Millionen Infektionen in Afrika dokumentiert. „Wir haben damit jetzt eine wichtige Marke erreicht“, betonte der CDC-Direktor. Die Dunkelziffer bei den Infektionen dürfte nach Angaben von Experten auf dem Kontinent mit seinen 1,3 Milliarden Menschen jedoch sehr hoch sein.
Newsticker
0
Neueste obenÄlteste oben
loader
Live
Заголовок открываемого материала
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала