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„Belasten unser Gesundheitssystem sehr“: Kanadische Provinz will Ungeimpfte zur Kasse bitten

CC0 / Pixabay / Euro- und US-Dollar-Scheine (Symbolbild)
Euro- und US-Dollar-Scheine (Symbolbild) - SNA, 1920, 12.01.2022
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Die kanadische Provinz Quebec will in absehbarer Zeit allen ungeimpften Einwohnern „einen Gesundheitsbeitrag“ auferlegen. Laut Ministerpräsident François Legault stellen die Impfverweigerer eine erhebliche Belastung für das Gesundheitspersonal dar. Die genaue Höhe der Strafe steht aber noch nicht fest.
Demnach würden alle Bürger von Quebec, die sich weigern, in den kommenden Wochen ihre erste Dosis des Covid-19-Impfstoffs zu erhalten, zur Kasse gebeten.
„Der Impfstoff ist der Schlüssel zur Bekämpfung des Virus. Aus diesem Grund denken wir an einen Beitrag für Erwachsene, die aus nicht-medizinischen Gründen die Impfung verweigern“, kündigte Legault in einer Pressekonferenz am Dienstag an.
Wie hoch der Gesundheitsbeitrag sein würde und wann er in Kraft treten soll, blieb zunächst unklar. Nach den Angaben von CBC/Radio-Canada will der Ministerpräsident der Provinz, dass sie signifikant genug ausfalle, um „als Anreiz für eine Impfung zu dienen“ – nämlich in einem Umfang von mehr als 50 oder 100 US-Dollar (umgerechnet ca. 44 oder 88 Euro).
Mit Blick auf Ungeimpfte sagte Legault: „Diese Leute belasten unser Gesundheitssystem sehr.“ Von daher finde er es vernünftig, dass die Mehrheit der Bevölkerung Konsequenzen fordere.
Er schlug vor, der Beitrag könnte in die Steuererklärungen der Provinzen aufgenommen werden. Weitere Details hierzu, so Legault, würden in den kommenden Wochen bekannt gegeben.
Darüber hinaus erklärte er, die Regierung erwäge auch, die Verwendung des Impfpasses der Provinz auf Unternehmen wie Friseure und andere Körperpflegedienste auszuweiten – er wolle jedoch mit der Steuer „noch weiter gehen“. Legault zufolge ist das „eine Frage der Fairness“.
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Strikte Corona-Maßnahmen in Kanada

Angesichts der ohnehin schon relativ strikten Covid-Beschränkungen in Kanada gilt die östliche Provinz Quebec mit ihren über acht Millionen Einwohnern als besonders streng. So besteht dort beispielsweise eine nächtliche Ausgangssperre von 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr morgens. Auch bestimmte Geschäfte müssen sonntags geschlossen bleiben.
Erst kürzlich hatte Gesundheitsminister Christian Dubé angekündigt, dass Alkohol und Cannabis nur noch bei Vorlage eines Impfnachweises verkauft werden dürften. Die neue Regel tritt am 18. Januar in Kraft.
Wie in Europa und den Vereinigten Staaten verbreitet sich auch in Kanada die Omikron-Variante des Coronavirus rasant. Die Infektionszahlen liegen dabei aber deutlich unter denen im Nachbarland USA. Kanada gehört zu den Ländern mit der höchsten Corona-Impfquote weltweit. Mehr als 87 Prozent der Bevölkerung über zwölf Jahre sind bereits zweimal geimpft.
Im November hatte Kanada Planungen für ein Gesetz angekündigt, um Proteste gegen Impfungen in Krankenhäusern unter Strafe zu stellen. Generalstaatsanwalt David Lametti stellte Pläne zu Änderungen des Strafgesetzbuchs vor, die Haftstrafen von bis zu zehn Jahren vorsehen, wenn Mitarbeiter des Gesundheitswesens beispielsweise eingeschüchtert oder an der Ausübung ihrer Tätigkeit gehindert werden.
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