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Zuwanderung nach Deutschland 2020: Familiäre Gründe wichtigster Anlass für Nicht-EU-Bürger

© AP Photo / Markus SchreiberEin Polizeibeamter an dem Grenzübergang in Frankfurt an der Oder,
Ein Polizeibeamter an dem Grenzübergang in Frankfurt an der Oder, - SNA, 1920, 11.01.2022
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Für die Angehörigen aus Drittstaaten sind 2020 familiäre Gründe mit 15,9 Prozent der zahlenmäßig wichtigste Anlass für die Zuwanderung nach Deutschland gewesen. Die meisten davon kamen aus Kosovo.
Das geht aus einem Bericht des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) hervor, der an diesem Mittwoch im Kabinett besprochen werden soll und der Deutschen Presse-Agentur (DPA) vorliegt.
Wie der Migrationsbericht 2020 festhält, zogen 58.022 sogenannte Drittstaatsangehörige aus familiären Gründen nach Deutschland. Mit rund zehn Prozent bildeten Menschen aus dem Kosovo hier die größte Gruppe. Dem Bericht zufolge kamen 29.725 Nicht-EU-Bürger mit dem Zweck der Erwerbstätigkeit ins Land, 17.083 Menschen aus Nicht-EU-Staaten reisten ein, um in Deutschland zu studieren.
Bedingt durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Reisebeschränkungen fiel der Zuzug nach Deutschland insgesamt deutlich geringer aus als in den Jahren zuvor. Im Jahr 2020 zogen rund 220.000 mehr Menschen zu als aus Deutschland fortgingen.
„Oft aus dem öffentlichen Blickfeld gerät, dass das Migrationsgeschehen in Deutschland insbesondere durch die europäische Binnenmigration und Zuwanderungen und Abwanderungen zwischen den
europäischen Staaten geprägt ist“, schreibt die neue Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) in ihrem Vorwort. Positiv sei, dass sich die Bundesrepublik besonders für Menschen, die hierzulande studieren und arbeiten wollen, sowie für EU-Staatsangehörige als attraktives Ziel etabliert habe.
Rumänien war 2020 mit 15,7 Prozent wie bereits in den Vorjahren das Hauptherkunftsland von Zugewanderten, gefolgt von Polen (8,7 Prozent) und Bulgarien (6,1 Prozent).
Flüchtlingsfamilie in Deutschland - SNA, 1920, 11.12.2021
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