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Der Anstieg der Energiepreise betrifft vor allem einkommensschwache Haushalte – Experten

CC0 / AlexanderStein / Pixabay / Strom (Symbolbild)
Strom (Symbolbild) - SNA, 1920, 11.01.2022
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Der Anteil der Kosten für Wohnenergie an den Gesamtausgaben privater Haushalte variiert stark, abhängig von der Einkommensklasse. Der Anstieg der Energiepreise trifft somit vor allem Familien mit geringem Nettoeinkommen, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit.
Die veröffentlichten Daten beziehen sich dabei auf Ausgaben für Wohnenergie privater Haushalte im Jahr 2020. Die Ausgaben umfassen Heiz-, Strom- und Warmwasserkosten.
Im bundesweiten Durchschnitt machten die Kosten 152 Euro beziehungsweise 6,1 Prozent der Haushaltsausgaben aus. Im Jahr 2019 waren es 150 Euro (5,8 Prozent).
Haushalte mit einem monatlichen Nettoeinkommen unter 1300 Euro gaben im Schnitt 95 Euro und somit 9,5 Prozent für Wohnenergie aus.
„Während der Betrag mit steigendem Einkommen kontinuierlich wächst, nimmt der Anteil an den Ausgaben insgesamt ebenso stetig ab“, teilte das Bundesministerium mit.
Somit lag der Anteil an den Konsumausgaben bei der höchsten Einkommensklasse (monatlich mindestens 5000 Euro) bei 4,7 Prozent, während die Ausgaben 206 Euro betrugen.
Haushalte, denen zwischen 3600 und 5000 Euro zur Verfügung stehen, gaben so 5,9 Prozent für Wohnenergie aus, Haushalte mit 1300 bis 1700 Euro 8,2 Prozent.
Im Schnitt bestehen einkommensstarke Haushalte aus mehr Personen, was ebenfalls zum Einspareffekt bei den Energieausgaben beitrage.
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Steigende Wohnenergie-Ausgaben

Die Verbraucherpreise für Haushaltsenergie steigen drastisch. So verdoppelte sich beispielsweise der Preis für Heizöl innerhalb eines Jahres (Preiszuwachs von 101,9 Prozent zwischen November 2020 und November letzten Jahres). Auch die Preise für Erdgas (Preiserhöhung von 9,6 Prozent) und Strom (Preissteigerung von 3,1 Prozent) stiegen.
Gründe für den Anstieg seien vor allem die niedrigen Energiepreise im November 2020 und die Anfang 2021 eingeführte CO2-Abgabe, so das Bundesamt.
Die Bundesregierung hat ihr Energie- und Klimaprogramm fertiggestellt und will die Kraft-Wärme-Kopplung und erneuerbare Energien fördern. Der Anteil erneuerbarer Energien an der Bruttostromerzeugung soll bis 2030 auf 80 Prozent erhöht werden. Im letzten Jahr lag der Anteil bei rund 42 Prozent, 2020 waren es 46 Prozent gewesen.
Die geplante Energiewende könnte mehreren Experten zufolge zu einem weiteren Preisanstieg führen. Das Problem seien nicht nur die steigenden Rohstoffpreise und deren Knappheit, sondern auch, dass neue umweltpolitische Vorgaben die künftige Produktion von Rohstoffen auf Dauer erschweren könnten.
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