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In Norwegen haben Einwanderer oft einen niedrigeren Bildungsgrad – Studie

CC0 / coyot / Pixabay / Schüler (Symbolbild)
Schüler (Symbolbild) - SNA, 1920, 10.01.2022
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Eine norwegische Studie hat ergeben, dass Einwanderer bei standardisierten nationalen Tests schlechter abschneiden und seltener eine Hochschulbildung erlangen als gebürtige Norweger. Vor allem das Alter, in dem eine Person immigrierte, scheint eine große Rolle zu spielen.
Für die Studie begleitete der zentrale statistische Dienst des Landes Menschen in verschiedenen Altersgruppen bei ihrem Bildungsprozess von der Grundschule an (besonders zwischen 1987 und 1989, 1992 und 1994 sowie 1997 und 1999 geborene Personen).
„Bildung kann bessere Arbeitsplätze, ein besseres Leben sowie Wohlstand schaffen und zu einer besseren sozialen Integration führen“, hieß es in der Mitteilung des statistischen Dienstes.
Es habe sich herausgestellt, dass in Norwegen geborenen Personen bessere schulische Leistungen erzielten sowie bessere Durchschnittsnoten in den Fächern Norwegisch, Englisch, und Mathematik.
In standardisierten Schultest würden gebürtige Norweger ebenfalls besser abschneiden. Zuwanderer hätten vor allem im Fach Englisch relativ gute Ergebnisse erzielt. In Lesekompetenz-Tests hätten sie am schlechtesten abgeschnitten, hieß es in der Mitteilung.
Im Vergleich zu den Norwegern gehe ein geringerer Anteil an Einwanderern direkt in die Sekundarstufe II über. Außerdem gebe es weniger Zuwanderer, die die Sekundarstufe II oder eine Hochschule besuchen.
„Der Großteil der Migranten, unabhängig vom Alter bei der Ansiedlung, hat innerhalb von acht Jahren keinen Hochschulabschluss erworben“, so die Forscher.
Schülerin in Schutzmaske.  - SNA, 1920, 06.01.2022
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Weitere Faktoren, die den Bildungsgrad beeinflussen

Vor allem das Alter der Personen zum Zeitpunkt der Einwanderung spiele eine große Rolle für den Bildungsgrad.
„Wir fanden auch heraus, dass diejenigen, die mit fünf Jahren oder jünger einwanderten, höhere Ergebnisse erzielten als Personen, die mit sechs Jahren oder älter einwanderten“, so die Verfasser der Studie.
Personen, die älter als fünf Jahre zum Zeitpunkt der Ankunft in Norwegen waren, würden laut Studie seltener die Sekundarstufe II oder eine Hochschule besuchen.
Auch das Herkunftsland und Geschlecht einer Person seien bedeutend für den erlangten Bildungsgrad. Schüler aus Asien, einschließlich der Türkei, seien erfolgreicher in der Schule als andere Einwanderer. Die schlechtesten Ergebnisse würden Migranten aus Afrika erzielen.
Die Studie zeigte, dass männliche Einwanderer in der Regel seltener einen Abschluss im Vergleich zu Frauen erlangt hätten.
Aufgrund globaler demografischer Tendenzen und Masseneinwanderung steigt die Zahl der Personen mit Migrationshintergrund in Norwegen. 2021 lebten in Norwegen fast eine Million Einwanderer und in Norwegen geborene Personen, bei denen beide Elternteile einen Migrationshintergrund aufweisen. Die Zahl entspricht ungefähr 18,5 Prozent der norwegischen Gesamtbevölkerung von 5,3 Millionen.
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