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Drosten-Vorgänger plädiert für Lockerung der Corona-Regeln für Schüler

© CC0 / Alexandra Koch / PixabayEin Schüler in der Maske (Symbolbild)
Ein Schüler in der Maske (Symbolbild) - SNA, 1920, 10.01.2022
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In einem offenen Brief an die Bundesregierung haben sich der ehemalige Charité-Chefvirologe Detlev Krüger, der Epidemiologe Klaus Stöhr sowie Kinder- und Jugendmediziner in die Debatte über Schulen und Kitas eingeschaltet. Die Experten fordern eine grundsätzliche Lockerung der Quarantäne- und Testregelungen für Schüler.
„Das Kindeswohl darf nicht gefährdet werden“, sagte Detlev Krüger der „WELT AM SONNTAG“. Der 71-Jährige war 27 Jahre lang Leiter des Virologischen Instituts der Berliner Charité und hat 2017 an Christian Drosten übergeben. Kinder hätten einen erheblichen Beitrag zur Bewältigung der Pandemie geleistet – mit gravierenden Nachteilen für sie selbst. „Unter den Folgen werden sie noch Jahre leiden.“

Kinder gehören in die Schule!

„Wir brauchen Schulunterricht ohne Beschränkungen, ohne Quarantäne und anlasslose Reihentestungen für gesunde Kinder.“, heißt es in dem offenen Brief, den Krüger zusammen mit dem bekannten Epidemiologen Klaus Stöhr sowie Kinder- und Jugendmedizinern verfasst hat. In dem Brief unter der Überschrift „Kinder gehören in die Schule!“ heißt es:

„Zum Schutz Erwachsener hat Deutschland im vergangenen Jahr Kindern und Jugendlichen die längsten Einschränkungen des Schul- und Kita-Betriebs in Europa auferlegt. Die daraus resultierenden gravierenden Schäden für ihre Bildungs- und Entwicklungschancen sowie ihre psychische und physische Gesundheit sind umfassend dokumentiert und unbestritten. Weitere Einschränkungen kämen nur dann in Frage, wenn durch geregelten Schulbetrieb eine substanzielle Gefahr für Kinder und Jugendliche selbst bestünde. Dafür gibt es derzeit keinerlei Hinweise. Nach wie vor gilt: Gefahren in Kitas und Schulen sind gering.

Eindämmungs- und Schutzmaßnahmen müssen auf die Risikogruppen fokussieren, nicht auf Kinder und Jugendliche.“

Schiene (Symbolbild) - SNA, 1920, 10.01.2022
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Auch Omikron nicht gefährlich für Kinder

Auch durch die Omikron-Variante, die sich schneller verbreiten wird, sehen die Verfasser des Briefes kein „höheres gesundheitliches Risiko“ für Kinder und Jugendliche. Deutschland solle sich beim Umgang mit Omikron an anderen Ländern, wie beispielsweise Großbritannien orientieren, wo an Schulen „Test to stay“-Programme angewandt werden. Das heißt, bei einem positiven Fall testen sich anlassbezogen Kontaktpersonen täglich und dürfen in der Schule bleiben, solange sie negativ getestet sind. Spätestens, wenn die Omikron-Welle abklingt, solle auch die Maskenpflicht in der Schule fallen.

Kein Impfzwang für Kinder

In Bezug auf Corona-Impfungen, die inzwischen für Kinder ab zwölf Jahren – bei vorerkrankten Kindern bereits schon ab fünf – empfohlen wird, fordern die Mediziner die Gleichstellung aller Kinder und Jugendlichen mit geimpften und genesenen Erwachsenen, auch ohne Impfung.
„Der Zugang von Kindern und Jugendlichen zur Teilhabe an Bildung, Kultur und anderen Aktivitäten des sozialen Lebens darf nicht vom Vorliegen einer Impfung abhängig gemacht werden.“, heißt es in dem Brief.
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