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Parteizentrale-Sturm in Albanien: Polizei greift zu Wasserwerfern und Tränengas

CC0 / 5075933 / Pixabay / Albanische Hauptstadt Tirana
Albanische Hauptstadt Tirana - SNA, 1920, 09.01.2022
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Die Polizei in der albanischen Hauptstadt Tirana hat am Samstag laut Reuters Tränengas und Wasserwerfer eingesetzt, als Steine werfende Demonstranten in einem eskalierenden Kampf in das Hauptquartier der oppositionellen Demokratischen Partei Albaniens stürmten.
Mindestens ein Polizeibeamter und ein Protestierender wurden laut Polizeiangaben verletzt, Dutzende Demonstranten wurden festgenommen. Gegen Abend wurden die Proteste auseinandergetrieben.
Die Demonstranten waren Unterstützer des ehemaligen Präsidenten und Premierministers Sali Berisha, der im vergangenen Jahr aus der Partei ausgeschlossen worden war, nachdem Washington ihm die Einreise in die USA wegen angeblicher Korruption verboten hatte.
Berisha, der ein solches Fehlverhalten leugnet, stellte sich seitdem gegen den Parteichef Lulzim Basha. Letzten Monat berief Berisha eine Parteiversammlung ein und kündigte sich als Führer an.
Während der Unruhen am Samstag schlugen Berisha-Anhänger mit Hämmern neu installierte Metallsicherheitstüren in den Büros ein und nutzten Leitern, um in den ersten Stock zu gelangen.
Laut den Polizeibeamten waren sie gezwungen, einzugreifen, nachdem eine Gruppe der Gesetzgeber von der Demokratischen Partei sie um Hilfe gebeten hatte, da ihr Leben laut ihren eigenen Aussagen in Gefahr gewesen sei.
Lokale Medien berichteten, dass Menschen innerhalb des Gebäudes versucht hätten, die Demonstranten mit Feuerlöschern fernzuhalten, bevor die Polizei eintraf.
Frankfurter Flughafen (Archvibild) - SNA, 1920, 04.01.2022
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„Der Kampf wird weitergehen … wir betrachten das Parteigebäude als unser Zuhause, und wir werden unser Zuhause befreien“, sagte Berisha, kurz nachdem er von der Polizei daran gehindert worden war, sich dem Gebäude wieder zu nähern.
Die US-Botschafterin in Albanien, Yuri Kim, schrieb auf Twitter, dass die USA wegen der zunehmenden Spannungen im Hauptquartier der Demokratischen Partei und der Gewaltanwendung äußerst besorgt seien.
„Wer zur Gewalt anstiftet oder die Rechtsstaatlichkeit untergräbt, wird zur Rechenschaft gezogen“, so die Botschafterin.
Das EU-Büro in Tirana rief ebenfalls zu Ruhe und Zurückhaltung auf, indem es auf Facebook schrieb, dass es in der Politik keinen Platz für Gewalt geben dürfe.
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