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Festgenommener gesteht Entlohnung für Teilnahme an kasachischen Protesten – Video

© AP Photo / Efrem LukatskyDemonstranten rufen Slogans zur Unterstützung der kasachischen Opposition bei einer Kundgebung vor der kasachischen Botschaft in Kiew, Ukraine, am 6. Januar 2022.
Demonstranten rufen Slogans zur Unterstützung der kasachischen Opposition bei einer Kundgebung vor der kasachischen Botschaft in Kiew, Ukraine, am 6. Januar 2022.  - SNA, 1920, 09.01.2022
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Ein in Almaty festgenommener Mann hat am Sonntag gestanden, aus Kirgisistan eingereist zu sein, nachdem ihm Unbekannte telefonisch über 200 US-Dollar für die Teilnahme an Protestaktionen in Kasachstan angeboten haben.
„Ein paar Fremde haben mich angerufen und angeboten, an der Kundgebung für 90.000 Tenge (über 200 Dollar) teilzunehmen. Da ich in Kirgisistan arbeitslos bin, habe ich zugestimmt“, so der Festgenommene gegenüber dem lokalen Sender „Khabar 24“.
Er sagte ferner, Unbekannte hätten ihm zudem ein Ticket gekauft und eine Wohnung in Kasachstan bezahlt. Zusammen mit ihm haben nach seinen Angaben auch etwa zehn Menschen aus Usbekistan und Tadschikistan gewohnt.
Der kirgisische Staatsbürger wurde zuvor unter dem Verdacht der Teilnahme an den Protesten in Kasachstan festgenommenen. Nach einigen Medienangaben ist es der Jazzmusiker Vikram Rosachunow.
Das Innenministerium Kirgisistans teilte seinerseits mit, es kläre die Umstände der Festnahme des Musikers in Almaty. Laut dem Leiter des Staatskomitees für nationale Sicherheit Kirgisistans ist er kein Terrorist.

Unruhen in Kasachstan

In dem zentralasiatischen Land kommt es seit Anfang Januar zu gewalttätigen Protesten gegen die Regierung. Auslöser der schweren Unruhen war der Unmut über gestiegene Treibstoffpreise. Der Staatschef der ehemaligen Sowjetrepublik, Kassym-Jomart Tokajew, bat das von Russland geführte Militärbündnis Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS) um Unterstützung. Das deutsche Auswärtige Amt kritisierte den Einsatz tödlicher Gewalt gegen Zivilisten und Beschränkungen des Zugangs zu Internet und sozialen Medien in Kasachstan. Der kasachische Präsident sprach von einem Angriff lokaler sowie ausländischer „Banditen und Terroristen“, der hunderte Zivilisten und Sicherheitskräfte gefährde, zu Todesopfern geführt und Verwaltungsgebäude sowie persönliches Eigentum der Bürger beschädigt habe.
Während der Unruhen sind nach vorläufigen Angaben 164 Menschen ums Leben gekommen. Am 5. Januar wurde ein landesweiter Ausnahmezustand verhängt, der bis zum 19. Januar gelten soll.
Proteste in Kasachstan: Militärs im Stadtzentrum von Almaty - SNA, 1920, 09.01.2022
„Bis zur totalen Vernichtung“: Einsatz gegen Terroristen in Kasachstan dauert an – Militärbehörde
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