Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Deutscher Plastikmüll-Export sinkt um ein Drittel

© AFP 2021 / FETHI BELAIDMitarbeiter einer Recyclinganlage in Tunesien sortieren Plastikmüll.
Mitarbeiter einer Recyclinganlage in Tunesien sortieren Plastikmüll.  - SNA, 1920, 09.01.2022
Abonnieren
Deutschland hat im vergangenen Jahr ein Drittel weniger Kunststoffabfall exportiert als 2020. Dies geht aus einer Antwort des Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE) auf eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (DPA) hervor.
2021 wurden aus der Bundesrepublik rund 697.000 Tonnen Kunststoff exportiert, 32 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Bei den Kunststoff-Exporten handelt es sich vor allem um Industriefolien, Produktionsabfälle und Lebensmittel-Verpackungen.
Der größte Anteil des deutschen Kunststoffabfalls wird in die Niederlande exportiert, im vergangenen Jahr waren es rund 136.000 Tonnen und somit zwölf Prozent weniger als 2020.
Den Exportrückgang begründete der BDE durch Importrestriktionen in asiatischen Staaten, eine gestiegene Inlandsnachfrage und Auswirkungen der Pandemie wie etwa unterbrochene Lieferketten.
Plastikmüll ist ein Recyclingprodukt und gilt als Rohstoff. Durch eine Verwertung zu Granulaten kann der Kunststoff für neue Produkten eingesetzt werden, etwa in Polyester-Kleidung, Mülltüten oder Straßen-Pollern.
Plastikmüll (Symbolbild) - SNA, 1920, 08.12.2021
Untersuchung: USA produzieren den meisten Plastikmüll

Abfallexporte in nicht EU-Staaten

Abfallexporte in Staaten außerhalb der EU sind umstritten, da der Müll teilweise nicht ordnungsgemäß verwertet wird.

„Trotz internationaler Abkommen, die das verhindern sollen, landet nicht-recyclebarer Plastikmüll aus Deutschland in Südostasien oder der Türkei. Dort bedroht er die Gesundheit von Mensch und Natur“, berichtete die Umweltschutzorganisation Greenpeace.

Laut DPA sank die Menge des nach Malaysia exportierten Plastikabfalls 2021 auf 46.000 Tonnen, 2020 waren es noch rund 170.000 Tonnen.
Greenpeace fand 2019 deutschen Verpackungsmüll auf einer illegalen Deponie in Malaysia, was für Schlagzeilen sorgte.
Bereits im Jahr 2020 sank die Zahl der Exporte um rund zehn Prozent. Es wurden schätzungsweise 986.000 Tonnen Kunststoffabfälle in andere Staaten transportiert, knapp ein Sechstel aller in Deutschland gesammelten Plastikabfälle.
Abfallexporte werden durch internationale Vereinbarungen reguliert. Das Basler Übereinkommen über die Kontrolle der grenzüberschreitenden Verbringung gefährlicher Abfälle und ihrer Entsorgung wurde am 22. März 1989 in der Schweiz ins Leben gerufen und trat 1992 in Kraft. Es zielt auf die Reduzierung gefährlichen Mülls und eine Regulierung der Ausfuhren ab. 2019 wurde das Abkommen erweitert und der Export von nicht wiederverwertbaren Abfällen verboten. Die Regelung trat Anfang 2021 in Kraft. Illegale Müllexporte und Ausfuhren von schwer verwertbaren Rohstoffen, beispielsweise in Form von Plastikgemischen, stellen jedoch weiter ein globales Problem dar.
Ihre Meinung
Vermeiden Sie beim Einkaufen Plastikverpackungen?
Newsticker
0
Neueste obenÄlteste oben
loader
Live
Заголовок открываемого материала
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала