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Raumfahrtkonzern-Chef: Weltraumschrott muss beseitigt werden

CC0 / Free-Photos / Erde gesehen aus dem All (Symbol)
Erde gesehen aus dem All (Symbol) - SNA, 1920, 08.01.2022
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Weltraumschrott wird zu einem immer größeren Problem und zur Gefahr für Satellitenbauer und Raumfahrtunternehmen. Obwohl es bereits Regeln zur Müllbeseitigung im All gibt, sind laut dem Vorstandsvorsitzenden des Raumfahrtkonzerns OHB, Marco Fuchs, noch Sanktionen und Überwachung notwendig.
„Das ist ein Problem“, sagte Fuchs, der auch Vizepräsident des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) ist. Man brauche verbindliche Regeln dafür, dass Satelliten nach ihrem Nutzungsende weggeräumt werden und keine Gefahr darstellen. Die Grundregeln gibt es laut Fuchs schon, bei Sanktionen und Überwachung gebe es aber noch Bedarf.
Des weiteren müsse es vermieden werden, dass „boshaft“ Weltraumschrott produziert werde. „Wir hatten jetzt den Fall eines absichtlichen Abschusses durch Russland. Das ist natürlich katastrophal, wenn man ganze Weltraumgegenden verpestet mit Schrott, um zu zeigen, dass man Satelliten abschießen kann“, erklärte der Vorstandsvorsitzende.
Weltraumschrott sei eine globale Herausforderung, bei der alle rund 100 nationalen Weltraumagenturen dafür Sorge tragen müssten, dass die Regeln eingehalten werden, so Fuchs. In den USA wache die Raumfahrtagentur Nasa, in Deutschland das Deutsche Zentrum für Luft-und Raumfahrt (DLR) darüber, dass neue Satelliten später nicht zu Weltraumschrott werden. Kleine Satelliten zum Beispiel könnten so gebaut werden, dass sie am Ende ihrer Nutzung in der Erdatmosphäre verglühen.
Wissenschaftler schätzen anhand von Modellrechnungen, dass bereits etwa eine Million Teile von mehr als einem Zentimeter Größe und 330 Millionen Teilchen von mehr als einem Millimeter Größe die Erde umkreisen.
Richtlinien zur Vermeidung von Raumfahrtabfall gebe es schon lange – notwendig seien aber verbindliche Verträge und nationale Weltraumgesetze, betonte auch der Astrophysiker Manuel Metz vom DLR. Die Lösung dieses Problems liege im Eigeninteresse der Satellitenbauer und Raumfahrtunternehmen, um einen möglichst störungsfreien Betrieb im All zu ermöglichen. Größere Objekte müssten dabei in erster Linie aus dem Orbit beseitigt werden.
Meteorit (Symbolbild) - SNA, 1920, 08.10.2021
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