Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Bischof Bätzing lehnt Ampel-Pläne zu Lockerung des Abtreibungsrechts ab

© AP Photo / Franka BrunsDemonstranten tragen während eines Schweigemarsches gegen Abtreibung weiße Kreuze am Berliner Dom vorbei (Archivbild)
Demonstranten tragen während eines Schweigemarsches gegen Abtreibung weiße Kreuze am Berliner Dom vorbei (Archivbild) - SNA, 1920, 08.01.2022
Abonnieren
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, hat in einem Gastbeitrag für die „Süddeutsche Zeitung“ („SZ“) am Samstag die Pläne der neuen Bundesregierung zur Lockerung des Abtreibungsrechts inklusive einer möglichen Aufhebung des im Paragraph 219a verankerten Werbeverbots für Abtreibung scharf kritisiert.
In dem Beitrag verweis Bätzing auf die Vorgabe des Bundesverfassungsgerichts, wonach der Schwangerschaftsabbruch grundsätzlich als Unrecht anzusehen und deshalb rechtlich verboten sei. Die Verortung des Themas Abtreibung in der Koalitionsvereinbarung unter der Zwischenüberschrift „Reproduktive Selbstbestimmung“ deute somit auf eine „problematische Verschiebung der Sichtweise“ hin, so Bätzing.
Denn die Ampel-Koalition wolle eine entsprechende Kommission einberufen, um unter anderem zu prüfen, ob die Regulierung des Schwangerschaftsabbruchs außerhalb des Strafgesetzbuches möglich sei.
„Wir halten eine solche außerstrafrechtliche Regelung mit Blick auf den Schutz des Lebens für unzureichend. Wir wenden uns deshalb gegen eine Änderung des Abtreibungsrechts, die den Schutz des ungeborenen Lebens zurücknimmt. Eine solche Änderung kann nicht für sich in Anspruch nehmen, fortschrittlich und modern zu sein.“
Auch die Abschaffung des Gesetzesparagrafen 219a, der Ärzten die öffentliche Verbreitung von Informationen über Schwangerschaftsabbrüche untersagt, sieht Bätzing skeptisch.
„In der Gesamtkonzeption des Abtreibungsrechts trägt das Werbeverbot zu einer objektiven und seriösen Beratung und Information der Frau in einer Konfliktsituation bei“, schreibt der Vorsitzende der Bischofskonferenz.
Protest gegen Abtreibung: „Marsch für das Leben“ in Berlin
Dass eine Schwangerschaftskonfliktberatung gemäß dem Koalitionsvertrag über die Corona-Pandemie hinaus auch online möglich sein soll, lehnt Bätzing ebenfalls ab. In dieser schwierigen Lage sei eine persönliche Beratung in Präsenz deutlich vorzuziehen, findet der Bischof von Limburg.
Auch die Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa sprach sich im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ („NOZ“) gegen die Abschaffung des Werbeverbots aus. „Listen mit Arztpraxen, die diese Leistung anbieten, sind mittlerweile im Internet abrufbar. Aus meiner Sicht reicht das“, wird Welskop-Deffaa zitiert.
Newsticker
0
Neueste obenÄlteste oben
loader
Live
Заголовок открываемого материала
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала