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Krawalle in Kasachstan: Mehr als 4400 Festnahmen – darunter Ausländer

© SNA / Zur BilddatenbankUnruhen in Kasachstan
Unruhen in Kasachstan  - SNA, 1920, 08.01.2022
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In Kasachstan sind bei den Massenprotesten mehr als 4400 Personen festgenommen worden. Darunter sollen sich auch Ausländer befinden. Das teilte das Situationszentrum des kasachischen Innenministeriums am Samstag mit.
Zuvor hieß es in einer Mitteilung des Innenministeriums auf dem amtlichen Telegram-Kanal: „Unter den Festgenommenen sind ausländische Bürger. Insgesamt 4266 Menschen wurden zur Polizei gebracht. In einem Dorf des Gebietes Almaty wurden mehr als 100 Menschen festgenommen. Nach vorläufigen Angaben handelt es sich um Staatsbürger eines Nachbarstaates.“
In einem Ort im Gebiet Shambyl wurde ein Waffenversteck entdeckt, das unter anderem mehrere Sturmgewehre und Pistolen enthielt.
In einer Servicestation in Almaty wurden Patronen, Munition und entwendetes Vermögen sichergestellt. Zu dem Fall ist ein vorgerichtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet worden.

Unruhen in Kasachstan

Die Massenproteste in Kasachstan hatten Anfang Januar begonnen. Als Auslöser gilt ein starker Anstieg von Treibstoffpreisen. Wie der 1. stellvertretende Leiter der Administration des kasachischen Präsidenten, Dauren Abajew, gegenüber dem Fernsehsender Khabar 24 sagte, seien die ursprünglich friedlichen Proteste später von „bewaffneten Banditen und Terroristen“ angeführt worden.
Zunächst protestierten Einwohner der Städte Schangaösen und Aktau in der ölfördernden Region Mangghystau im Westen des Landes, später weiteten sich die Demonstrationen auf andere Regionen aus. Am 4. und 5. Januar kam es in der ehemaligen Hauptstadt Almaty zu Zusammenstößen zwischen den Protestierenden und Sicherheitskräften, bei denen die Polizei Tränengas und Blendgranaten einsetzte.
Demonstranten rufen Slogans zur Unterstützung der kasachischen Opposition bei einer Kundgebung vor der kasachischen Botschaft in Kiew, Ukraine, am 6. Januar 2022.  - SNA, 1920, 08.01.2022
Proteste in Kasachstan: „Farbrevolution“-Muster erkennbar – Ex-Diplomat
Landesweit wurde das Internet abgeschaltet, eine Reihe von Fernsehsendern stellte vorübergehend ihre Ausstrahlungen ein. Am Mittwoch wurde ein landesweiter Ausnahmezustand verhängt, der bis zum 19. Januar gelten soll.
Am Mittwochmorgen entließ Präsident Kassym-Schomart Tokajew die Regierung und ernannte sich zum Chef des Nationalen Sicherheitsrates. Zudem bat er das von Russland geführte Militärbündnis OVKS um Hilfe bei der „Überwindung der terroristischen Bedrohung“. Als Reaktion wurde die Entsendung einer kollektiven Friedenstruppe nach Kasachstan beschlossen.
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