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Kannibalismus-Prozess: Angeklagter Lehrer bekommt lebenslänglich

CC0 / Pixabay/Ichigo121212 / Gefängnis (Symbolbild)
Gefängnis (Symbolbild) - SNA, 1920, 08.01.2022
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Der fünfmonatige Prozess um den Kannibalen-Mord an einem 43-jährigen Mann hat am Freitag ein Ende gefunden. Das Landgericht Berlin verurteilte einen Lehrer wegen Mordes und Störung der Totenruhe zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe. Der Angeklagte mordete, um seine Kannibalismusfantasien umzusetzen, urteilten die Richter.
Die Deutsche Presse Agentur (DPA) berichtete von dem Prozess. Der Lehrer ermordete demzufolge am 6. September 2020 einen Monteur in seiner Wohnung in Berlin-Pankow, zerteilte ihn und legte die Leichenteile an verschiedenen Orten in Berlin ab.
„Es ist menschenverachtend, was Sie getan haben“, so der Vorsitzende Richter Matthias Schertz in der Urteilsbegründung.
Das Gericht erkannte drei Mordmerkmale als erfüllt an: Die Tat erfolge zur Befriedigung des Geschlechtstriebes, die Richter stellten Heimtücke fest, sowie eine besondere Schwere der Schuld. Eine Haftentlassung nach 15 Jahren ist somit nahezu ausschließbar.
Frankfurter Flughafen (Archvibild) - SNA, 1920, 04.01.2022
International gesuchter Mörder am Flughafen Frankfurt verhaftet

Grausame Tat

Anfang November fanden Spaziergänger im Wald menschliche Knochen und alarmierten die Polizei.
Der verurteilte Lehrer und der Monteur hatten sich im Internet zu einem Date verabredet. Mit Einverständnis des Opfers wurden ihm die Droge GHB, auch als K.o.-Tropfen bekannt, verabreicht.
Das Gericht urteilte, dass der Täter das Opfer mit einem Messer angriff, Hoden und Penis des Mannes abtrennte, um diese zu verspeisen.
„Er schnitt seinem noch lebenden Opfer die Kehle durch, weil ihm das sexuelle Stimulanz verschafft“, sagte der Staatsanwalt Martin Glage.
Es wurde bestätigt, dass der Angeklagte in sogenannten Kannibalismus-Foren unterwegs war. In seiner Wohnung wurden unter anderem eine Knochensäge, spezielle Messer und Schlachtanleitungen sichergestellt.
Der Verurteilte bestritt die Tat und beteuerte, lediglich Geschlechtsverkehr mit dem Opfer gehabt zu haben. Er habe den Monteur am nächsten Morgen tot aufgefunden und die Leiche entsorgen wollen. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch, während die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Haftstrafe beantragte.
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