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Hochverrat im Verdacht: Ex-Chef kasachischen Sicherheitskomitees festgenommen

© AFP 2021 / -Das Bild zeigt Demonstranten in der Nähe eines Verwaltungsgebäudes während einer Kundgebung in Almaty am 5. Januar 2022.
Das Bild zeigt Demonstranten in der Nähe eines Verwaltungsgebäudes während einer Kundgebung in Almaty am 5. Januar 2022.  - SNA, 1920, 08.01.2022
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Der frühere Chef des Nationalen Sicherheitskomitees von Kasachstan (KNB), Karim Massimow, ist wegen des Verdachts des Hochverrats festgenommen worden. Die Behörde gab dies in einer Mitteilung bekannt.
Das Ermittlungsverfahren in dem Fall sei am 6. Januar eingeleitet worden.
„Am selben Tag wurden der ehemalige Vorsitzende des KNB, K. K. Massimow, sowie weitere Personen wegen des Verdachts der Begehung dieser Straftat festgenommen und in eine Untersuchungshaftanstalt gebracht“, hieß es.
Massimow, dem Mitstreiter des ersten Präsidenten der Republik Kasachstan, Nursultan Nasarbajew, würden bis zu 15 Jahre Haft drohen.
Am Tag zuvor erklärte der ehemalige Berater von Nasarbajew, Jermuchamet Jertysbajew, dass der Verrat vonseiten der hochrangigen Beamten und Sicherheitsbeamten einer der Gründe für die Krise im Land sei. Er sprach dabei von dem Versuch eines Staatsstreichs und einer bewaffneten Rebellion. Das Ausmaß der Ereignisse würde besagen, dass das „ohne Verräter auf der höchsten Machtebene, insbesondere in den Strafverfolgungsbehörden“, unmöglich gewesen wäre.

Krawalle in Kasachstan

Die Massenproteste in Kasachstan hatten Anfang Januar begonnen. Als Auslöser gilt der starke Anstieg von Treibstoffpreisen. Die Proteste, die ursprünglich in den Städten Schangaösen und Aktau in der ölfördernden Region Mangghystau entflammt waren, weiteten sich auf andere Regionen aus. Es kam zu mehreren Zusammenstößen zwischen den Protestierenden und Sicherheitskräften, Todesopfer wurden sowohl unter den Ordnungshütern als auch unter den Demonstrierenden gemeldet.
Teilnehmer der Protestaktionen, die von den Behörden als Kämpfer oder Terroristen bezeichnet werden, versuchten mehrmals, Verwaltungsgebäude und Polizeireviere zu stürmen. Die versuchten Angriffe wurden jedoch abgewehrt.
Am Mittwoch wurde ein landesweiter Ausnahmezustand verhängt, der bis zum 19. Januar gelten soll. Zudem entließ Präsident Kassym-Schomart Tokajew die Regierung und ernannte sich zum Chef des Nationalen Sicherheitsrates. Tokajew bat das von Russland geführte Militärbündnis OVKS um Hilfe bei der „Überwindung der terroristischen Bedrohung“. Als Reaktion wurde die Entsendung einer kollektiven Friedenstruppe nach Kasachstan beschlossen: Russland, Kirgisistan, Armenien, Belarus und Tadschikistan werden das Land unterstützen.
Die Friedenssoldaten sollen Verwaltungsgebäude sowie diplomatische Vertretungen bewachen und die kasachischen Militärs bei der Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung unterstützen.
Proteste in Kasachstan: Ein niedergebranntes Auto vor dem Bürogebäude des Bürgermeisters von Almaty - SNA, 1920, 08.01.2022
„Großer Schock“ – Bewohner Kasachstans zur Lage im Land
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