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„Großer Schock“ – Bewohner Kasachstans zur Lage im Land

© REUTERS / PAVEL MIKHEYEVProteste in Kasachstan: Ein niedergebranntes Auto vor dem Bürogebäude des Bürgermeisters von Almaty
Proteste in Kasachstan: Ein niedergebranntes Auto vor dem Bürogebäude des Bürgermeisters von Almaty - SNA, 1920, 08.01.2022
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Bewohner der Provinzstädte Kostanaj und Pawlodar in Kasachstan haben sich gegenüber SNA über die gewaltvollen Proteste im Land geäußert.
Eine Bewohnerin von Kostanaj sagte aus, dass die steigenden Preise im Land für den Unmut der Bevölkerung verantwortlich seien. Von der Regierung versprochene Zuschüsse könnten dies nicht ausgleichen.
„Die Menschen sind schockiert über die Preiserhöhungen in Kasachstan für Lebensmittel, Licht, Gas und Wasser. Schon jetzt ist klar, dass die versprochene Erhöhung des Mindestlohns, der Rente und der Gehälter der Staatsbediensteten diese Kosten nicht kompensieren wird“, so die Einwohnerin.
Ihren Aussagen zufolge hätten Terroristen die Gelegenheit ergriffen, um „in den Vordergrund zu rücken“.
Eine weitere Befragte sprach von einem „großem Schock über die Ereignisse“, welcher in ihrem Umfeld herrsche. „Adäquate Personen“ würden die Handlungen der Demonstranten, die über die angekündigte friedliche Kundgebung hinausgehen, verurteilen. Forderungen seien nicht mehr gestellt worden, die Demonstranten würden stattdessen „einfach alles zerstören und die während der Kundgebungen erhaltene Macht genießen“.
„Jeder ruft jetzt Familie und Freunde in anderen Städten an, fragt nach der Situation und schaut mit Entsetzen auf die Nachrichten“, fügte die Frau hinzu.
Unruhen in Kasachstan  - SNA, 1920, 08.01.2022
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Soziale und wirtschaftliche Missstände

Ein Bewohner der Stadt Pawlodar sprach ebenfalls von einem Zusammenhang zwischen den Unruhen und Preissteigerungen in Kasachstan. Die Pandemie-Beschränkungen und der Zuwachs der Arbeitslosenzahlen hätten ebenfalls zur Stimmung im Land beigetragen. Die Anstifter der Unruhen in seiner Stadt seien jedoch extra angereist und nicht ortsansässig.
„Im Netz veröffentlichten Leute Videos von Straßen unserer Stadt. Unsere Stadt ist klein, viele kennen sich. Ich habe mir diese Aufnahmen angeschaut und kein einziges bekanntes Gesicht gefunden. Fast alle Angereisten sind jung. Sie gingen durch die Straßen und wanderten hinter Gitter“, erklärte der Mann gegenüber SNA.
Er rief dazu auf, die Proteste zu beenden und Änderungen in Bezug auf die Preise, Gehälter und Renten vorzunehmen.
OVKS-Friedenstruppen - SNA, 1920, 08.01.2022
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Auslöser der schweren Unruhen in Kasachstan war der Unmut über gestiegene Treibstoffpreise. In dem zentralasiatischen Land kommt es seit Tagen zu gewalttätigen Protesten gegen die Regierung. Der Staatschef der ehemaligen Sowjetrepublik, Kassym-Jomart Tokajew, bat das von Russland geführte Militärbündnis Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS) um Unterstützung. Das deutsche Auswärtige Amt kritisierte den Einsatz tödlicher Gewalt gegen Zivilisten und Beschränkungen des Zugangs zu Internet und sozialen Medien in Kasachstan. Der kasachische Präsident sprach von einem Angriff lokaler sowie ausländischer „Banditen und Terroristen“, der hunderte Zivilisten und Sicherheitskräfte gefährde, zu Todesopfern geführt und Verwaltungsgebäude sowie persönliches Eigentum der Bürger beschädigt habe.
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