Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Nato bereit für Dialog mit Russland – schließt Scheitern der Gespräche jedoch nicht aus

© SNA / Wladimir TrefilowDie Flaggen der Nato, Russlands und der Ukraine
Die Flaggen der Nato, Russlands und der Ukraine - SNA, 1920, 07.01.2022
Abonnieren
Die Außenminister der Nato-Staaten haben in einer virtuellen Sitzung am heutigen Freitag zu „Diplomatie, Dialog und Deeskalation“ in der Situation um die Ukraine aufgerufen. Die Sitzung fand im Vorfeld des für den 12. Januar geplanten Nato-Russland-Rats statt.
Die Außenminister seien in ihrer Reaktion auf die „russische Aggression gegen die Ukraine“ einig, hieß es in einer Mitteilung des Bündnisses. „Vor dem Treffen des NATO-Russland-Rates betonten die Außenminister die Notwendigkeit von Diplomatie, Dialog und Deeskalation“, heißt es weiter in der Mitteilung.
Trotz ihrer Bereitschaft zum Dialog mit Russland will die Nato zugleich auf ein Scheitern der Gespräche vorbereitet sein. „Die Nato wird sich in gutem Glauben und inhaltlich mit Russland austauschen“, sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg am Freitag, nach der Videokonferenz mit den Außenministern der Bündnisstaaten.
„Aber wir müssen auch auf die Möglichkeit vorbereitet sein, dass die Diplomatie scheitert.“

„Risiko für einen neuen bewaffneten Konflikt in Europa“

Die Ministerinnen und Minister hätten betont, dass jede weitere Aggression Russlands gegen die Ukraine erhebliche Folgen und einen hohen Preis für Russland haben werde.
Russlands „militärische Aufrüstung in Kombination mit der aggressiven Rhetorik“ sende die Botschaft, dass es ein echtes Risiko für einen neuen bewaffneten Konflikt in Europa gebe, so Stoltenberg weiter.
„Wir haben immer ein offenes Ohr für die Sorgen Russlands und sind bereit, einen politischen Weg nach vorne zu finden. Aber damit ein sinnvoller Dialog stattfinden kann, müssen die Zweifel an Russlands Handeln ausgeräumt werden“, so Stoltenberg. Er bekräftigte, dass die Nato parallel zum Dialog weiterhin die Verteidigung der Bündnisstaaten stärken werde.

Spannungen zwischen Russland und Westen

Die Beziehungen zwischen dem Westen und Russland bleiben in Bezug auf die Ukraine angespannt. Der Westen äußert die Befürchtung, dass es zu einem Angriff seitens Russlands auf das Nachbarland kommen könnte.
Moskau hatte mehrmals erklärt, dass Russland keine aggressiven Pläne habe und Russland grundlos „dämonisiert“ werde – das Land bewege seine Truppen innerhalb seines Staatsgebietes und nach eigenem Ermessen.
Mitte Dezember hatte das russische Außenministerium die Entwürfe eines Vertrags mit den USA und eines Abkommens mit der Nato veröffentlicht. Die Dokumente sind Washington und seinen Verbündeten übergeben worden. In den Vertragstexten schlägt Moskau der Nato vor, Garantien zu geben, die ein weiteres Vordringen des Bündnisses nach Osten – insbesondere auf das ukrainische Territorium – ausschließen würden. Von den USA erwartet Russland zusätzlich den Abzug aller US-Atomwaffen aus Drittstaaten.
Die „Sicherheitsgarantien“ sollen nach dem Wunsch Moskaus in einem Abkommen mit der Nato und in einem Vertrag mit den USA festgehalten werden.
Washington und Moskau haben vereinbart, die Verhandlungen über das russische Sicherheitsangebot am 10. Januar aufzunehmen. Für den 12. Januar ist dann eine Tagung des Nato-Russland-Rats auf Botschafterebene angesetzt. Die Sitzung wird die erste seit Juli 2019 sein. Für den 13. Januar sind Beratungen zu Sicherheitsgarantien im Rahmen der OSZE geplant.
Sprecherin des Weißen Hauses Jen Psaki - SNA, 1920, 06.01.2022
Einige Vorschläge Moskaus sind nicht lebensfähig – Washington über anstehende Sicherheitsgespräche
Newsticker
0
Neueste obenÄlteste oben
loader
Live
Заголовок открываемого материала
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала