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OVKS startet Friedensmission – Russland verlegt Truppen nach Kasachstan

© SNA / Ramil Sitdikow / Zur BilddatenbankRussisches Militärtransportflugzeug Il-76 (Archivbild)
Russisches Militärtransportflugzeug Il-76 (Archivbild) - SNA, 1920, 06.01.2022
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Angesichts der Unruhen in Kasachstan hat Russland Soldaten in das zentralasiatische Land verlegt. Es sind Fallschirmjäger als Teil einer Friedenstruppe entsandt worden, wie mehrere russische Staatsagenturen am Donnerstag übereinstimmend unter Berufung auf die Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS) meldeten.
„Der russische Teil des Friedenskontingents wird zurzeit mit den Transportfliegerkräften der russischen Luft- und Weltraumtruppen nach Kasachstan verlegt. Die Vortruppen des Kontingents haben bereits mit der Erfüllung der ihnen gestellten Aufgaben begonnen“, heißt es in einer Mitteilung des OVKS-Sekretariats. Dem OVKS-Friedenskontingent gehören unter anderem russische Einheiten der Luftlandetruppen an.
Am Mittwochabend hatte die von Russland geführte Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS) beschlossen, eine kollektive Friedenstruppe nach Kasachstan zu entsenden. Das Kontintent werde für einen begrenzten Zeitraum mit dem Ziel eingesetzt, die Lage in Kasachstan zu stabilisieren und zu normalisieren. Der kasachische Präsident Kassym-Schomart Tokajew hatte zuvor die Oberhäupter der OVKS-Mitgliedsstaaten um Hilfe bei der „Bewältigung der terroristischen Bedrohung“ im Land gebeten.
Der OVKS gehören neben Kasachstan auch Armenien, Belarus, Kirgisistan, Russland und Tadschikistan an.

Massenproteste in Kasachstan

Aufgrund der heftigen Massenproteste nach einer schlagartigen Erhöhung der Preise für Flüssiggas auf das Doppelte innerhalb kurzer Zeit, die die Regierung mit einer gestiegenen Nachfrage begründete, ist in Kasachstan am Mittwochabend ein landesweiter Ausnahmezustand verhängt worden.
Die ehemalige Sowjetrepublik erlebt derzeit die größte Protestwelle seit Jahren. In der Nacht auf Mittwoch hatte es in der Wirtschaftsmetropole Almaty heftige Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gegeben, bei denen die Polizei Blendgranaten und Tränengas eingesetzt hat. Am Mittwoch trat die Regierung zurück.
Die Demonstranten stürmten am Mittwochnachmittag die Stadtverwaltung und die Residenz von Präsident Kassym-Jomart Tokajew. Sie zerstörten Fenster mehrerer Gebäude und zündeten Autos an. Auch in anderen Städten Kasachstans kam es zu heftigen Protesten und Zusammenstößen.
Unruhen in Kasachstan. Ein umgeworfenes Polizeiauto auf einer Straße in Almaty - SNA, 1920, 06.01.2022
Unruhen in Kasachstan: Innenministerium meldet acht Tote und 317 Verletzte unter Sicherheitskräften
Das Internet im ganzen Land wurde abgeschaltet, mehrere Fernsehsender stellten den Betrieb ein. Die Behörden sprachen am Mittwochnachmittag allein in Almaty von 500 Verletzten. Am Donnerstagmorgen meldete das kasachische Innenministerium acht Tote und 317 Verletzte unter den Sicherheitskräften.
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