Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Neue Corona-Variante B.1.640.2 in Frankreich entdeckt

Testlabor in Paris - SNA, 1920, 06.01.2022
Abonnieren
Französische Forscher vom Institut „IHU Méditerranée Infection“ haben eine neue Corona-Variante namens B.1.640.2 bei zwölf Patienten im Südosten Frankreichs nachgewiesen. Der Patient, der in Frankreich wohl zuerst infiziert war, sei von einer Reise aus Kamerun zurückgekommen.
Französische Forscher um Didier Raoult vom Institut IHU Méditerranée Infection hatten die neue Variante bei zwölf Patienten im Südosten Frankreichs nachgewiesen, wie das Team Ende Dezember in einem sogenannten Preprint-Paper schrieb. Die Studie wurde bislang nicht von Fachleuten begutachtet und in einem Fachjournal veröffentlicht. Das Team um Raoult schreibt als Fazit:

„Es ist zu früh, um über virologische, epidemiologische oder klinische Eigenschaften der neuen Variante zu spekulieren.“

Ihre Daten seien aber ein weiteres Beispiel dafür, wie unvorhersehbar Varianten des Coronavirus auftreten könnten. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sagte „Merkur.de“: „Wir wissen noch zu wenig, um etwas Brauchbares sagen zu können.“

Womöglich ungefährlich

Die neue Corona-Variante sollte Experten zufolge beobachtet werden - eine große Gefahr können sie bislang aber nicht erkennen. „Wir sollten diese wie auch andere Varianten beobachten, aber es besteht kein Grund, speziell über diese Variante besorgt zu sein“, sagte Richard Neher, Experte für Virusvarianten an der Uni Basel (Schweiz), der Deutsche Presseagentur (DPA). Der US-Epidemiologe Eric Feigl-Ding schrieb auf Twitter:

„Ich mache mir wegen B.1.640.2 noch keine großen Sorgen. Ich bezweifle, dass sie sich gegen Omikron oder Delta durchsetzt.“

B.1.640.2 hat einige Mutationen im sogenannten Spike-Protein, die Experten bereits von der besonders ansteckenden Omikron-Variante kennen, wie Raoult und sein Team schreiben. Das Spike-Protein ist bei der Beurteilung von Varianten von besonderer Bedeutung, weil das Virus damit an menschliche Zellen bindet und auch, weil Impfstoffe auf dieses Protein ausgerichtet sind. Mutationen am Spike-Protein können zu einer schnelleren Ausbreitung des Virus führen. Zudem ist es möglich, dass Impfstoffe ihre Wirkung verlieren.
Allerdings scheine sich B.1.640.2 bislang nicht stark auszubreiten, meint der Basler Experte Neher. Sie sei „damit ‚eine unter vielen‘, die sich gegen Omikron und Delta zumindest bislang nicht durchsetzt“.
Corona-Maßnahmen (Symbolbild) - SNA, 1920, 06.01.2022
Französische Nationalversammlung billigt strengere Corona-Regeln
Newsticker
0
Neueste obenÄlteste oben
loader
Live
Заголовок открываемого материала
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала