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Nachtnews: Inzidenz-Zahl steigt, Raketen-Test in Nordkorea, Skandal um Visum für Djokovic

© CC0 / Free-PhotosWas in der Nacht geschah
Was in der Nacht geschah - SNA, 1920, 06.01.2022
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RKI: Neuinfektionen steigen weiter rapide; Neuer Raketentest in Nordkorea; Canberra und Tokio stärken Militärkooperation; Skandal um Djokovic hat gerichtliche Folgen; Mehr Elektro-Autos in Großbritannien
SNA präsentiert in Kurzform, was in der Nacht zum Donnerstag geschehen ist.

RKI registriert 64.340 Neuinfektionen – Inzidenz bei 285,9

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat einen deutlichen Anstieg der offiziellen bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Donnerstagmorgen mit 285,9 an. Er steigt seit Ende Dezember von Tag zu Tag, wobei das RKI weiterhin von einer Untererfassung der Neuinfektionen wegen weniger Tests und Meldungen im Zuge der Feiertage und der Ferien ausgeht.
Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 258,6 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 207,4 (Vormonat: 441,9). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 64 340 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.03 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 42.770 Ansteckungen.
Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 443 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 383 Todesfälle.

Australien und Japan stärken Militärkooperation

Japan und Australien rücken mit Blick auf das wachsende Machtstreben Chinas in der Region militärisch enger zusammen. Die Regierungschefs der beiden Bündnispartner der USA, Fumio Kishida und Scott Morrison, unterzeichneten am Donnerstag ein Abkommen zur Erleichterung gemeinsamer Manöver. Dazu gehört die schnellere Entsendung von Personal, eine Lockerung der Restriktionen beim Transport von Waffen und Ausrüstung für Übungen sowie Kriseneinsätze bei Naturkatastrophen. Das "Reciprocal Access Agreement" entspricht einem Abkommen, das Japan bislang nur mit seiner Schutzmacht USA hatte. Die engere Militärkooperation auch mit Australien erfolgt auch angesichts des militärisch stärkeren Auftretens Chinas in der Region.

Nordkorea will erneut Hyperschallrakete getestet haben

Nordkorea hat eigenen Angaben zufolge erneut erfolgreich eine Hyperschallrakete getestet. Bei dem Test durch die Akademie für Verteidigungswissenschaft am Mittwoch habe die Rakete präzise ein vorher festgelegtes Ziel in 700 Kilometer Entfernung getroffen, berichteten die Staatsmedien am Donnerstag. Zusammen mit vorherigen Erfolgen bei Tests von Hyperschallraketen sei dies von "strategischer Bedeutung". Mit Hyperschall werden Geschwindigkeiten oberhalb der fünffachen Schallgeschwindigkeit bezeichnet, also etwa 6180 Kilometer pro Stunde. Waffen dieser Art können deshalb nur schwer abgefangen werden.
Sollte sich die Darstellung aus Pjöngjang bestätigen, wäre es wohl der zweite Test einer solchen Rakete durch Nordkorea innerhalb von vier Monaten. Im September hatte das Land damaligen Berichten nordkoreanischer Medien zufolge eine Hyperschallrakete vom Typ Hwasong-8 aus der nördlichen Provinz Chagang abgefeuert.
Die Nachbarländer Südkorea und Japan hatten am Mittwoch mitgeteilt, Nordkorea habe wahrscheinlich eine ballistische Testrakete ins Japanische Meer (koreanisch: Ostmeer) abgefeuert. Genauere Angaben dazu wurden nicht gemacht.

Tennisstar Djokovic geht gerichtlich gegen Visum-Entzug vor

Der serbische Tennisstar Novak Djokovic kämpft nach der Stornierung seines Einreise-Visums gegen seine Abschiebung aus Australien. Anwälte des Weltranglisten-Ersten legten am Donnerstagnachmittag vor einem Gericht in Melbourne Rechtsmittel gegen den Visumsentzug ein, wie das australische Nachrichtenportal "The Age" berichtete. Demnach suchten sie noch Dokumente zusammen und sollten im Laufe des Tages von Richter Anthony Kelly gehört werden.
Djokovic war mit einer höchst umstrittenen medizischen Ausnahmegenehmigung nach Australien gereist und am späten Mittwochabend (Ortszeit) in Melbourne gelandet, um dort an den Australian Open teilzunehmen. Das Turnier beginnt am 17. Januar. Die australische Grenzschutzbehörde verwehrte ihm aber die reguläre Einreise - und ließ den 34-Jährigen stattdessen in ein Hotel für Ausreisepflichtige bringen. Djokovic sollte noch am Donnerstag die Heimreise antreten.
"Das Visum für Novak Djokovic wurde gecancelt", bestätigte Australiens Gesundheitsminister Greg Hunt am Donnerstagmorgen (Ortszeit). Djokovic habe nicht darlegen können, dass er die Einreisebestimmungen erfüllt, daher sei "das Visum anschließend storniert" worden, hieß es in der Erklärung der Grenzschutzbehörde.

Jede sechste Neuzulassung in Großbritannien ist Elektro-Auto

Die Zahl der Auto-Neuzulassungen mit Elektro- oder Plug-in-Hybridantrieb in Großbritannien hat im vergangenen Jahr einen Höchststand erreicht. Wie der Verband der Autohersteller und -händler SMMT (Society of Motor Manufacturers and Traders) am Donnerstag mitteilte, war im vergangenen Jahr jede sechste Neuzulassung in Großbritannien ein reines Elektro- oder Plug-in-Hybridauto.
Allein die reinen Elektrofahrzeuge kommen inzwischen auf einen Marktanteil von 11,6 Prozent, wie SMMT-Geschäftsführer Mike Hawes vor Journalisten sagte. Er fügte hinzu: "Im Jahr 2021 wurden mehr reine Elektrofahrzeuge zugelassen als in den Jahren 2016 bis 2020 zusammen." Zusammen mit den normalen Hybriden machten die teilweise oder ganz strombetriebenen Autos sogar knapp ein Drittel (27,5 Prozent) aller Neuzulassungen aus.
Insgesamt ist die Bilanz für die Autobranche in Großbritannien jedoch mit rund 1,65 Millionen verkaufter Autos nicht besonders rosig. Immerhin legte die Zahl der Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahr um ein Prozent zu. (dpa)
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