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Kultusminister: Schulen trotz Omikron offen halten

© REUTERS / MATTHIAS RIETSCHELSchülerin in Schutzmaske.
Schülerin in Schutzmaske.  - SNA, 1920, 06.01.2022
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Die für Bildung zuständigen Kultusministerinnen und -minister der Länder sind weiter der Ansicht, dass Schulen trotz der Ausbreitung der Coronavirus-Variante Omikron so lange wie nur möglich offen gehalten werden müssen. Sie verweisen darauf, dass die Aufrechterhaltung des Schulbetriebs auch für andere kritische Infrastrukturen wichtig sei.
„Auch wenn sich die Pandemie durch eine neue Virusvariante verändert, müssen wir die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen noch stärker in den Blick nehmen“, sagte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Karin Prien, am Mittwoch nach einer Sonderschalte der Minister.
„Das bedeutet, dass wir die Schulen erst dann schließen, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind.“
Das Präsenzlernen habe höchste Priorität, ergänzte die CDU-Politikerin laut der Deutschen Presse-Agentur.
Angesichts der Ausbreitung von Omikron wird in Deutschland ein steiler Anstieg der Infektionszahlen befürchtet. Vor diesem Hintergrund sprachen sich die Kultusminister in ihrem Beschluss auch für überarbeitete Quarantäneregeln aus: „Die Aufrechterhaltung des Schulbetriebs ist für Kinder und Jugendliche systemrelevant und darüber hinaus eine Grundlage für die Sicherstellung der Arbeitsfähigkeit anderer Kritischer Infrastrukturen.“
Deutschlands neuer Gesundheitsminister Karl Lauterbach - SNA, 1920, 05.01.2022
Lauterbach pocht auf schärfere Kontaktbeschränkungen
In der Hälfte der Bundesländer hat nach der Weihnachtspause der Unterricht wieder begonnen. Millionen weitere Schülerinnen und Schüler kehren nächste Woche zurück. In allen Bundesländern ist Präsenzunterricht geplant. Flächendeckende Schulschließungen wie vor einem Jahr haben die Ampel-Parteien mit Änderungen am Infektionsschutzgesetz ausgeschlossen. Einige Bundesländer überlassen es den Einrichtungen nun selbst, wie sie vorgehen.
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat indes mögliche Änderungen bei den Quarantäneregeln konkretisiert. Für die allgemeine Bevölkerung soll demnach gelten, dass man nach sieben Tagen aus einer Quarantäne nach Kontakt zu Infizierten oder aus einer Isolation wegen einer eigenen Infektion heraus kann. Bedingung ist aber ein anschließender negativer PCR-Test oder ein „hochwertiger“ Antigen-Schnelltest. Nach zehn Tagen soll die Absonderung auch ohne Test enden.
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