Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Aufträge für deutsche Industrie steigen überraschend deutlich

CC0 / MustangJoe / Pixabay / Industrie (Symbolbild)
Industrie (Symbolbild) - SNA, 1920, 06.01.2022
Abonnieren
Die Nachschubprobleme sorgen in der deutschen Industrie für Ernüchterung. Nun gibt es einen Hoffnungsschimmer: Vor allem aus einer Region zogen die Aufträge im November an.
Die deutsche Industrie hat dank einer starken Nachfrage aus dem Ausland mehr Aufträge erhalten. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Bestellungen im November um 3,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Experten wurden von der Stärke des Anstiegs überrascht. Sie hatten im Schnitt einen Zuwachs von 2,3 Prozent erwartet.

13,1 Prozent mehr Aufträge aus Eurozone

Deutlich mehr Aufträge kamen aus dem Ausland. Das Bundesamt meldete hier einen Anstieg im Monatsvergleich um acht Prozent. Besonders stark fiel der Auftragseingang aus der Eurozone mit einem Anstieg um 13,1 Prozent aus. Dagegen fielen Bestellungen aus dem Inland um 2,5 Prozent.
Der Auftragseingang in dem wichtigen Wirtschaftsbereich konnte sich etwas vom herben Einbruch im Oktober erholen. Damals sank der Eingang noch kräftig, was vor allem auf einen Einbruch der Bestellungen aus dem Ausland zurückging. Allerdings war der Oktober-Rückschlag nicht so stark wie bisher gedacht: Das Bundesamt revidierte den Rückgang auf 5,8 Prozent von zuvor 6,9 Prozent.

Positiver Impuls

Den größten Zuwachs beim Auftragseingang im November meldete das Bundesamt beim „sonstigen Fahrzeugbau“, der unter anderem die Bestellungen von Flugzeugen, Schiffen oder Zügen abdeckt. In diesem Bereich gab es einen Zuwachs um 32 Prozent durch umfangreiche Großaufträge. In der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen stieg der Auftragseingang um sieben Prozent.
Das Bundeswirtschaftsministerium äußerte sich vorsichtig optimistisch. „Für die konjunkturellen Aussichten liefert dies einen positiven Impuls, wenngleich die wirtschaftliche Aktivität durch bestehende Lieferengpässe weiterhin belastet wird.“
Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank verwies neben der Nachfrage aus dem Ausland auch auf Pläne der neuen Bundesregierung für einen ökologischen Umbau der Industrie und einer stärkeren Digitalisierung. „Auch die Investitionspläne der deutschen Bundesregierung helfen dem verarbeitenden Gewerbe. Die Auftragsbücher werden trotz kurzfristiger Rückschläge auf Sicht der kommenden Jahre gut gefüllt bleiben“, sagte der Experte.
Emissionen - SNA, 1920, 03.01.2022
Industrie: Ohne Zubau von Gaskraftwerken kein früherer Kohleausstieg
Newsticker
0
Neueste obenÄlteste oben
loader
Live
Заголовок открываемого материала
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала