Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Proteste: Kasachstan beantragte keine Hilfe bei Russland – Moskau tritt für friedliche Lösung ein

© SNA / Sputnik / Zur BilddatenbankProteste in Kasachstan: eine Straße in Almaty
Proteste in Kasachstan: eine Straße  in Almaty - SNA, 1920, 05.01.2022
Abonnieren
Kasachstan hat laut dem Sprecher des russischen Präsidenten Dmitri Peskow Russland in Bezug auf die andauernden Proteste, deren Auslöser die hohen Gaspreise waren, nicht um Hilfe gebeten. Seiner Ansicht nach sind die lokalen Behörden imstande, die inneren Probleme selbständig zu lösen. Moskau tritt Peskow zufolge für eine friedliche Lösung ein.
Bei einem Pressegespräch wurde Peskow unter anderem gefragt, ob Kasachstan Hilfe bei Russland beantragt habe.
„Nein. Wir sind überzeugt, dass unsere kasachischen Freunde ihre inneren Probleme selbst lösen können“, äußerte der Kreml-Sprecher am Mittwoch. „Es ist wichtig, dass sich niemand von außen einmischt“, fügte er hinzu.

Russisches Außenministerium setzt sich für friedliche Lösung ein

Inzwischen hat das russische Außenministerium seine Hoffnungen zum Ausdruck gebracht, dass sich die Lage in der Republik Kasachstan bald normalisieren werde.
„Wir hoffen auf eine möglichst schnelle Normalisierung der Lage in dem Land, mit dem Russland durch strategische Partnerschafts- und Bündnisbeziehungen sowie durch brüderliche und menschliche Kontakte verbunden ist“, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung des Ministeriums.
Moskau sei der Meinung, dass alle Probleme in Kasachstan nicht mit Hilfe von Straßenkrawallen und Gesetzesverletzungen, sondern friedlich, verfassungsmäßig, rechtlich und mit Hilfe von einem Dialog gelöst werden sollten. „Die von Präsident Tokajew unternommenen Schritte zur Stabilisierung der Lage und zur raschen Lösung der bestehenden Probleme, einschließlich derjenigen, die in den legitimen Forderungen der Demonstranten enthalten sind, zielen gerade darauf ab“, heißt es in der Erklärung weiter.
Zudem teilte das Außenministerium in Moskau mit, dass die Lage in der Nähe der russischen diplomatischen und konsularischen Missionen in Kasachstan vorläufig ruhig bleibe. Nach dem derzeitigen Erkenntnisstand seien keine russischen Bürger in der Republik Kasachstan zu Schaden gekommen.

Proteste in Kasachstan

Anfang Januar war es in den Städten Schangaösen und Aktau in der ölfördernden Region Mangghystau im Westen des Landes zu Protesten gekommen. Der Grund war der Anstieg der Flüssiggaspreise auf das Zweifache innerhalb kurzer Zeit. Wie das kasachische Energieministerium erklärte, würden sich die Preise ab 1. Januar aufgrund von Angebot und Nachfrage beim elektronischen Börsenhandel bilden.
Präsident Tokajew wies an, eine Regierungskommission ins Leben zu rufen, die die Situation untersuchen soll. Am Dienstag trafen sich die Mitglieder der Regierungskommission mit Aktivisten in Aktau und sicherten zu, den Gaspreis im Gebiet Mangghistau zu senken.
Jedoch haben sich die Proteste auf andere Städte ausgeweitet. Am Dienstagabend und in der Nacht zum Mittwoch kam es in Almaty, der größten Stadt des Landes, zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Die Polizei setzte Tränengas und Blendgranaten ein.
Am Mittwoch trat die Regierung des Landes zurück. Präsident Tokajew machte die Regierung für die Krise verantwortlich und akzeptierte den Rücktritt. Zudem rief der Staatschef den Notstand in der Hauptstadt Nur-Sultan im Gebiet Mangghistau, in der Wirtschaftsmetropole Almaty im Süden des Landes und in der gleichnamigen Region aus, der bis zum 19. Januar gelten soll.
Proteste in Kasachstan - SNA, 1920, 05.01.2022
Massenproteste in Kasachstan: Internet im ganzen Land abgeschaltet
Der Präsident forderte die Menschen auf, vernünftig zu sein und sich weder von In-noch vom Ausland aus provozieren zu lassen. Die Aufrufe zum Angriff auf die Büros von zivilen und militärischen Behörden seien illegal, betonte er.
Am Mittwochnachmittag sind Protestierende in der Millionenstadt Almaty in die Stadtverwaltung sowie in die Residenz von Präsident Kassym-Schomart Tokajew eingedrungen. Dort sind Brände ausgebrochen.
Newsticker
0
Neueste obenÄlteste oben
loader
Live
Заголовок открываемого материала
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала