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Protestierende dringen ins Stadtverwaltungsgebäude im kasachischen Almaty ein

© SNA / Zur BilddatenbankSituation in der kasachischen Millionenstadt Almaty
Situation in der kasachischen Millionenstadt Almaty - SNA, 1920, 05.01.2022
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Die Protestierenden sind am Mittwoch ins Gebäude der Stadtverwaltung der kasachischen Millionenstadt Almaty eingedrungen, dort ist ein Brand ausgebrochen.
Wie ein RIA-Novosti-Korrespondent vor Ort berichtete, ist schwarzer Rauch über dem Gebäude zu sehen und es sind Schüsse zu hören. Aus Fenstern im ersten Stock lodern Flammen.
Ihm zufolge haben die Protestierenden die Fenster im Erdgeschoss zerschlagen und sind von mehreren Seiten aus ins Gebäude eingedrungen.
Am Mittwoch ist es in der ehemaligen Sowjetrepublik Kasachstan in Zentralasien zu neuen gewaltsamen Protesten gegen hohe Gaspreise gekommen.
In Almaty zerstörten Demonstranten laut lokalen Medienberichten Scheiben von Restaurants, blockierten Straßen und Eisenbahnverbindungen. Die Sicherheitskräfte sollen Blendgranaten eingesetzt haben. In der Stadt gilt der Ausnahmezustand.
Vor dem Hintergrund der Demonstrationen gegen die stark gestiegenen Flüssiggaspreise hat der kasachische Präsident Kassym-Schomart Tokajew am Mittwochmorgen einen Erlass über den Rücktritt der Regierung der Republik unterzeichnet.
Polizei in Kasachstan  - SNA, 1920, 04.01.2022
Proteste in Kasachstan gegen hohe Energiepreise – Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten
Zudem rief Tokajew den Notstand im Gebiet Mangghistau, in Almaty und in der gleichnamigen Region aus. Er solle bis zum 19. Januar gelten, teilte der Pressedienst des Präsidenten mit. Das entsprechende Dekret sieht Beschränkung der Bewegungsfreiheit in Almaty vor. Die Einfahrt der Fahrzeuge in die Stadt sowie die Ausfahrt sollen demnach eingeschränkt werden. Von 23 bis 7 Uhr gilt eine Ausgangssperre, öffentliche Veranstaltungen und Streiks werden verboten. Der Verkauf von Waffen, Munition und Alkohol ist untersagt. Waffen und Munition dürfen beschlagnahmt werden, an wichtigen Objekten wurden verstärkte Sicherheitsvorkehrungen getroffen.

Proteste in Kasachstan

Anfang Januar war es in den Städten Schangaösen und Aktau in der ölfördernden Region Mangghystau im Westen des Landes zu Protesten gekommen. Der Grund war der Anstieg der Flüssiggaspreise auf das Zweifache innerhalb kurzer Zeit. Wie das kasachische Energieministerium erklärte, würden sich die Preise ab 1. Januar aufgrund von Angebot und Nachfrage beim elektronischen Börsenhandel bilden.
Proteste gegen steigende Flüssiggaspreise in Almaty - SNA, 1920, 05.01.2022
Nach Protesten gegen hohe Gaspreise in Kasachstan: Regierung tritt zurück
Präsident Kassym-Schomart Tokajew wies an, eine Regierungskommission ins Leben zu rufen, die die Situation untersuchen soll. Am Dienstag trafen sich die Mitglieder der Regierungskommission mit Aktivisten in Aktau und sicherten zu, den Gaspreis im Gebiet Mangghistau zu senken.
Jedoch haben sich die Proteste auf andere Städte ausgeweitet. Am Dienstagabend und in der Nacht zum Mittwoch kam es in Almaty, der größten Stadt des Landes, zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Die Polizei setzte Tränengas und Blendgranaten ein.
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