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Neuer Impfstoff „Corbevax“ – patentfrei und nach erprobtem Prinzip

© AP Photo / David J. PhillipCovid-19-Impfung in den USA
Covid-19-Impfung in den USA - SNA, 1920, 05.01.2022
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Aus Texas kommt ein Impfstoff, der patentfrei ist und alle Welt gegen Covid-19 schützen will. Eine Zulassung in Indien hat „Corbevax“ bereits erhalten. Klinische Studien zeigen eine gute Verträglichkeit und Wirksamkeit um 80 Prozent. Und: Der Impfstoff beruht auf einem bewährten Prinzip, nach dem seit den 80er-Jahren gegen Hepatitis-B geimpft wird.
Der Impfstoff „Corbevax“, der am Texas Children Hospital und am Baylor College of Medicine entwickelt wurde, wird von seinen Machern als „Covid-19-Impfstoff der Welt“ bezeichnet. Das liegt daran, dass der Impfstoff nicht exklusiv in den wohlhabenderen Ländern für die wohlhabenderen Länder produziert wird, die sich diesen abgreifen, bevor ärmere Länder welchen erhalten können.

Ein Impfstoff frei von Patentrecht

Sondern „Corbevax“ verzichtet bewusst auf Patentrechte, sodass jedes Land, das die nötige Produktion in die Wege leiten kann, diesen Impfstoff ohne besondere Vorgaben und Vereinbarungen produzieren kann. Die Produktionskapazität ist also nach oben hin nur durch die Kapazität der Welt beschränkt. Deswegen kann man den Impfstoff durchaus als einen Impfstoff für die ganze Welt bezeichnen.

Deutlich weniger Nebenwirkungen als bei Astrazeneca

Nachdem zwei klinische Phase-III-Studien mit insgesamt 3000 Teilnehmern abgeschlossen worden waren, hat Indien Ende Dezember den Impfstoff zugelassen und peilt eine Produktion in Höhe von 100 Millionen Dosen pro Monat an. Die Daten aus den klinischen Studien versprechen deutlich wenier Nebenwirkungen als das in Indien eingesetzte „Covishield“ – die indische Version des Impfstoffs von Astrazeneca. Die Wirksamkeit des patentfreien Impfstoffs soll sich bei 80 Prozent gegen die Delta-Variante bewegen, wie Antikörpertests zeigen. Es werden auch Daten zu Omikron demnächst erwartet.
„Corbevax“ gehört zur Gruppe der proteinbasierten Impfstoffe, wie auch das russische „Epivac-Corona“ oder „Nuvaxovid“ des US-Pharmaunternehmens Novavax. Es wird keine mRNA verimpft, die als Bauanleitung in unseren Zellen die Produktion des Spike-Proteins anregt. Geimpft wird direkt mit einem Stück des Spike-Proteins, das unter Laborbedingungen produziert wird.
Dosen für Corona-Vakzine von AstraZeneca - SNA, 1920, 14.12.2020
Tote Viren, Vektoren oder mRNA? Impfstoffe im Quervergleich

Wie werden Protein-Impfstoffe hergestellt?

Produziert werden solche Proteine von Bakterien, Pilzen oder auch Pflanzen, die dazu allesamt gentechnisch verändert werden müssen. Im Fall von „Corbevax“ wird das Gen für das Spike-Protein in die Hefeart Pichia pastoris eingeschleust. Diese Hefe vermehrt sich nun in Bioreaktoren, also Behältern, die die Zellen mit allen Nährstoffen und idealer Temperatur umgeben. Dabei produziert sie das benötigte Protein.
Ist der Prozess lange genug gelaufen, kann das Protein aus dem Hefe-Nährlösung-Gemisch abgeschöpft werden – womit der Hauptbestandteil des Impfstoffs gewonnen ist. Daneben kommt ein zusätzlicher Stoff, ein sogenanntes „Adjuvans“ hinzu, der die Immunreaktion verstärken soll. Nach demselben Schema wird schon seit den 80er-Jahren der Impfstoff gegen das Hepatitis-B-Virus produziert – es ist also ein erprobtes Wirkprinzip mit solider Datenlage aus der Hepatitis-Forschung.
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