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Massenproteste in Kasachstan: Internet im ganzen Land abgeschaltet

© REUTERS / STRINGERProteste in Kasachstan
Proteste in Kasachstan - SNA, 1920, 05.01.2022
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In der ehemaligen Sowjetrepublik Kasachstan ist es vor dem Hintergrund der Massenproteste nach einer schlagartigen Erhöhung der Preise für Flüssiggas um 100 Prozent zu massiven Störungen beim Internet gekommen.
„Kasachstan erlebt derzeit eine landesweite Abschaltung des Internets – am Tag zuvor gab es Unterbrechungen des mobilen Internets und teilweise Beschränkungen. Dies wird die Berichterstattung über die wachsenden Proteste gegen die Regierung wahrscheinlich stark einschränken”, teilte die Organisation NetBlock, die die Funktionsweise des Internets überwacht, mit.
Außerdem sind die Webseiten von Regierungsbehörden in Kasachstan aufgrund der Proteste im Land vorübergehend nicht aus dem Ausland erreichbar. Journalisten aus Moskau, Taschkent und Bischkek haben bestätigt, dass sie die Webseiten der Präsidialverwaltung Kasachstans, der Generalstaatsanwaltschaft, des Nationalen Sicherheitsausschusses, des Innen- und des Gesundheitsminsteriums nicht öffnen konnten. Die Seiten der Nationalbank und des Premierministers funktionieren jedoch störungsfrei.
Zuvor war bekannt geworden, dass auch die Webseiten einiger kasachischer Medien aus dem Ausland nicht erreichbar seien, unter anderem die Portale zakon.kz, tengrinews.kz und vlast.kz. Auch die Seite Sputnik Kasachstan ist nicht erreichbar.
Ein Korrespondent der RIA Novosti hatte berichtet, dass auch Mobiltelefon-, und Fernsehdienste in der kasachischen Millionenstadt Almaty ausgefallen seien.
Zuvor war berichtet worden, dass Protestierende ins Gebäude der Stadtverwaltung von Almaty eingedrungen seien. Auf Videos, die von Augenzeugen vor Ort aufgenommen wurden, ist ein großer Brand zu sehen. Laut dem Korrespondenten der RIA Novosti sind die Demonstranten daraufhin auch in die Präsidentenresidenz in Almaty eingedrungen. Im Stadtzentrum seien Schüsse zu hören.
Anfang Januar war es in den Städten Schangaösen und Aktau in der ölfördernden Region Mangghystau im Westen des Landes zu Protesten gekommen. Der Grund war der Anstieg der Flüssiggaspreise auf das Doppelte innerhalb kurzer Zeit. Wie das kasachische Energieministerium erklärte, werden die Preise ab 1. Januar auf dem Prinzip von Angebot und Nachfrage beim elektronischen Börsenhandel gebildet.
Proteste gegen steigende Flüssiggaspreise in Almaty - SNA, 1920, 05.01.2022
Nach Protesten gegen hohe Gaspreise in Kasachstan: Regierung tritt zurück
Präsident Tokajew wies an, eine Regierungskommission ins Leben zu rufen, die die Situation untersuchen soll. Am Dienstag trafen sich die Mitglieder der Regierungskommission mit Aktivisten in Aktau und sicherten zu, den Gaspreis im Gebiet Mangghistau zu senken.
Jedoch haben sich die Proteste auf andere Städte ausgeweitet. Am Dienstagabend und in der Nacht zum Mittwoch kam es in Almaty, der größten Stadt des Landes, zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Die Polizei setzte Tränengas und Blendgranaten ein.
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