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Proteste in Kasachstan gegen hohe Energiepreise – Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten

© SNA / Sputnik / Zur BilddatenbankPolizei in Kasachstan
Polizei in Kasachstan  - SNA, 1920, 04.01.2022
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Aus Protest gegen hohe Energiepreise sind in Kasachstan in Zentralasien den dritten Tag infolge Tausende Menschen auf die Straße gegangen.
Die Demonstrationen hätten sich mittlerweile auf mehrere Städte und Dörfer ausgeweitet, berichteten lokale Medien am Dienstag. Auf den Bildern und Videos in den sozialen Netzwerken sind Menschen auf Plätzen und Straßen begleitet von einem großen Aufgebot an Sicherheitskräften zu sehen. Den Berichten zufolge gab es Dutzende Festnahmen.
Auf dem zentralen Platz der Stadt Almaty kam es laut einem Korrespondenten der RIA Novosti zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften, bei denen die Polizei Blendgranaten und Tränengas eingesetzt hat. Auf dem Platz versammelten sich den Angaben zufolge rund 1000 Menschen. Einwohner von Almaty berichten, dass das Internet in der Stadt blockiert sei und die Messenger WhatsApp und Telegram nicht funktionieren würden.

Präsident ruft zu Vertrauen und Dialog auf

Der kasachische Präsident, Kassym-Schomart Tokajew, richtete sich am Dienstagabend in einer Ansprache an die Bevölkerung des Landes. Er rief die Menschen auf, vernünftig zu bleiben und internen und externen Provokationen zu widerstehen.
„Aufrufe, zivile und militärische Abteilungen anzugreifen, sind absolut illegal. Dies ist ein Verbrechen, das bestraft werden kann. Die Macht wird nicht fallen, aber wir brauchen keinen Konflikt, sondern gegenseitiges Vertrauen und Dialog“, sagte der Präsident.
Er sicherte zu, dass „alle berechtigten Anfragen und Forderungen sorgfältig geprüft und entsprechende Entscheidungen getroffen“ würden. Am Mittwoch solle eine entsprechende Arbeitssitzung abgehalten werden. Tokajew wies die Behörden an, eine für „beide Seiten vorteilhafte Lösung“ zu finden.
Auslöser für die Eskalation waren zunächst kleinere Proteste in der Stadt Schangaösen im Westen der Republik. Demonstranten beklagten demnach stark gestiegene Preise für Flüssiggas an den Tankstellen. Sie fordern deutliche Preissenkungen. Die in Aussicht gestellten günstigeren Preise wurden als unzureichend zurückgewiesen.
Das Energieministerium Kasachstans erklärte den Preisanstieg mit einer gestiegenen Nachfrage nach Flüssiggas, das seit Jahresbeginn an der Energiebörse gehandelt werde.
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