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Arzt in Italien täuscht Corona-Impfungen vor – und wird von Polizei festgenommen

© AFP 2021 / Tiziana FabiCorona-Impfung
Corona-Impfung  - SNA, 1920, 04.01.2022
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In der italienischen Stadt Ascoli Piceno haben Fahnder einen Hausarzt wegen des Verdachts auf Veruntreuung von 120 Corona-Impfdosen und schweren Betrugs in Gewahrsam genommen. Über den Vorfall berichtete die Zeitung „La Repubblica“ unter Berufung auf Ermittler-Informationen.
Der Mediziner soll im Impfzentrum der mittelitalienischen Kleinstadt Ascoli Piceno die Vakzine entnommen, aber nicht verabreicht haben, teilten Carabinieri und Staatsanwaltschaft am Dienstag gegenüber dem Blatt mit.
Außerdem soll er in 150 Fällen Nachweise über Impfungen ausgestellt haben, die nie gemacht wurden. 73 Leute erhielten so nach den Ermittlungen der Polizei ein falsches Impfzertifikat. Gegen sie und den Arzt ermittelt die Justiz wegen Verdachts auf Fälschung.
Ein Mensch wurde der Staatsanwaltschaft zufolge unter Hausarrest gestellt. Die Fahnder werfen der Person vor, Vermittler für die gefälschten Zertifikate des Arztes gewesen zu sein. Die sogenannten „Grünen Pässe“, wie man die Impfnachweise in Italien nennt, wurden beschlagnahmt.
Die Polizisten hatten bei dem Arzt ungewöhnlich hohe Impfzahlen festgestellt und waren ihm so auf die Schliche gekommen.

Nicht der erste Corona-Betrugsfall im Land

Ein ähnlicher Fall war vergangene Woche in der Toskana publik geworden. Ein Arzt hat demnach Patienten Corona-Impfbescheinigungen ausgestellt, ohne dabei die Impfdosen gespritzt zu haben.
Dem Arzt sind Fälschung, Unterschlagung, Betrug zum Nachteil des nationalen Gesundheitsdienstes und Unterlassung von Amtshandlungen vorgeworfen worden.
In Italien sind bereits mehrere Betrügereien mit Impfungen ans Licht gekommen. Die Polizei hatte Ende Dezember eine Krankenpflegerin in Palermo festgenommen, die Corona-Impfungen vorgetäuscht hatte. Dafür musste sie eine Strafe von 100 Euro pro Person zahlen.
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Corona-Notstand in Italien bis Ende März 2022

Mitte Dezember hat der Amtssitz des italienischen Ministerpräsidenten, Mario Draghi, aufgrund der im Dezember deutlich gestiegenen Zahlen der Neuinfektionen und Todesfälle eine Verlängerung des coronabedingten Ausnahmezustandes bis zum 31. März 2022 angekündigt.
Die italienische Regierung hat unter anderem die Befugnisse für den Zivilschutz und den außerordentlichen Kommissar für den Corona-Notfall, Francesco Figliuolo, der unter anderem die Impfkampagne koordiniert, verlängert.
Das Land hatte den Notstand erstmals Ende Januar 2020 ausgerufen, nachdem in Italien der erste Coronavirus-Fall gemeldet worden war. Seither wurde der Notstand mehrmals verlängert.
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