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Verharmlosung des Nationalsozialismus: FPÖ-Chef Kickl nach umstrittenen Aussagen angezeigt

© AP Photo / Ronald ZakHerbert Kickl spricht bei einer Wahlkampfabschlusskundgebung in Wien (Archivbild)
Herbert Kickl spricht bei einer Wahlkampfabschlusskundgebung in Wien (Archivbild) - SNA, 1920, 03.01.2022
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Der FPÖ-Chef Herbert Kickl hat in einem ZIB2-Interview die Testpflicht an Schulen mit der Diskriminierung jüdischer Kinder kurz vor Entstehung des Nationalsozialismus verglichen. Deshalb wird er nun von jüdischen Gemeinden wegen NS-Wiederbetätigung angezeigt. Darüber informiert der Österreichische Rundfunk (ORF) am Montag.
Im Interview mit der Frage konfrontiert, warum sich immer mehr Teilnehmer der Demos gegen die Corona-Maßnahmen mit von den Nazis verfolgten Juden vergleichen, äußerte Kickl die Meinung, dass der Nationalsozialismus nicht mit einem Weltkrieg begonnen habe und nicht mit „irgendwelchen Vernichtungslagern, sondern er hat damit begonnen, dass man Menschen systematisch ausgegrenzt hat. Er hat damit begonnen, dass man zum Beispiel Kinder, weil sie jüdischer Abstammung gewesen sind, nicht in die Schule gelassen hat“, so der FPÖ-Politiker am vergangenen Mittwoch.
„Mit diesem Vergleich der Testpflicht an Schulen mit der systematischen Diskriminierung, Verfolgung, Vertreibung und späteren Ermordung jüdischer Kinder durch die Nazis“ relativiere Kickl die Verbrechen der Nationalsozialisten und die Schoah, zitiert der ORF eine Aussendung der Jüdischen Hochschülerinnen (JöH). Zusammen mit dem Jüdischen Weltkongress und dem Bund jüdischer Verfolgter des Naziregimes (BJVN) brachte die JöH daher eine Sachverhaltsdarstellung gegen den FPÖ-Chef am Montag ein.
„Der Vergleich mit dem NS-Regime und die ständige und offene Verharmlosung der Schoah sind eine bewusste Taktik und ebnen den Weg zur Normalisierung von Antisemitismus und Geschichtsrelativierung“, sagte die JöH-Präsidentin Sashi Turkof, der zufolge Kickls Aussagen als „massive Gefahr für uns alle verstanden werden“ müssten.
Auktion (Symbolbild) - SNA, 1920, 15.10.2021
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„Wir meinen das nicht böse“: Familie in Österreich wegen NS-Wiederbetätigung verurteilt
FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz wies die Vorwürfe als „geradezu abenteuerliche Verdrehung der Tatsachen“ zurück. Seiner Ansicht nach lässt sich die JöH damit „vor den Karren der Regierung“ spannen.
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