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Unbekannte Krankheit breitet sich in kanadischer Provinz aus – Bericht

© AFP 2021 / KENA BETANCURMitarbeiterin eines Krankenhauses in der kanadischen Provinz Neubraunschweig (New Brunswick).
Mitarbeiterin eines Krankenhauses in der kanadischen Provinz Neubraunschweig (New Brunswick). - SNA, 1920, 03.01.2022
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Eine mysteriöse neurologische Krankheit breitet sich in der kanadischen Provinz Neubraunschweig (New Brunswick) aus. Ein Whistleblower warnte, dass immer mehr junge Menschen von einem raschen kognitiven Verfall betroffen sind. Die Krankheit könnte durch Umwelteinflüsse bedingt sein.
Ein Mitarbeiter von einer der Gesundheitsbehörden der Provinz teilte der Zeitschrift „The Guardian“ mit, dass die Zahl der Verdachtsfälle zunimmt und immer mehr Menschen beunruhigende Symptome aufzeigen.
„Ich bin wirklich besorgt über diese Fälle, weil sie sich so schnell zu entwickeln scheinen“, so die Quelle.
Die Pressestelle des Medizinbeauftragten der neubraunschweiger Regierung hatte bereits im Frühjahr von der unbekannten Krankheit berichtet. Demzufolge wurde bei Personen ohne vorherige gesundheitliche Auslöser einer Reihe von beunruhigenden Symptomen registriert. Es können Gedächtnisprobleme, Muskelkrämpfe, Gleichgewichtsprobleme, Sehschwierigkeiten und Halluzinationen, signifikanter Gewichtsverlust, Verhaltensänderungen und Schmerzen in den Gliedmaßen auftreten.

„Zwischen Anfang 2020 und Ende Mai 2021 gab es insgesamt 48 Personen, bei denen klinische Anzeichen und Symptome festgestellt wurden, die denen der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit ähnelten, jedoch atypische Merkmale aufwiesen“, teilte die Regierungsbehörde mit.

Die Quelle äußerte gegenüber „The Guardian“, dass die Zahl der offiziell untersuchten Fälle unverändert blieb. Andere Quellen berichteten laut der Zeitung jedoch von bis zu 150 Betroffenen.
Der Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde berichtete von mindestens neun Fällen, in denen zwei Personen Symptome entwickelt hatten, die nicht verwandt gewesen waren und engen Kontakt gehabt hatten. Darauf beruht der Verdacht, dass Umweltfaktoren Einfluss auf die Krankheit haben könnten.
„Es ist keine Neubraunschweiger Krankheit… Wir sind wahrscheinlich die Gegend, wo die Anzeichen sichtbar werden, weil wir meistens ländlich leben, in einem Gebiet, wo die Menschen möglicherweise mehr Umweltfaktoren ausgesetzt sind“, so die Quelle.
Im Oktober räumte die staatliche Gesundheitsbehörde ein, dass die aufgetretenen Todesfälle auf Fehldiagnosen zurückzuführen seien. Im selben Monat ergab ein epidemiologischer Bericht, dass es keine Hinweise auf Lebensmittel, Verhalten oder Umweltfaktoren gab, die die Krankheit erklären könnten.
Kanadische Ärzte - SNA, 1920, 31.03.2021
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Betroffene sprachen von hohen Konzentrationen des von Blaualgen produzierten Nervengifts BMAA, das die Krankheit hätte hervorrufen können. Im Rahmen einer Studie wurden hohe Konzentrationen des Stoffs in Hummern gefunden, die bedeutsam für die Wirtschaft vieler Küstengemeinden von Neubraunschweig sind. Auch die staatliche Gesundheitsbehörde zog den Verdacht in Betracht. Es würden jedoch eine umfangreiche Testreihe und Untersuchungen notwendig sein, um dies zu bestätigen.
Die Quelle teilte mit, dass Wissenschaftler bereit seien, mit den Untersuchungen zu beginnen, aber „Neubraunschweig (Regierungsbehörden der Provinz– Anm. d. Red.) hat uns ausdrücklich gesagt, dass wir diese Arbeit nicht fortsetzen sollen“.
Im Januar soll laut der Zeitung ein Bericht des Aufsichtskomitees der Provinz klären, ob die Symptome das Ergebnis einer neurologischen Erkrankung oder einer Fehldiagnose durch Neurologen sind.
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